Februar 27, 2016

Warum ich am 13.03.2016 AfD wählen werde:

1. Aus inhaltlichen Gründen
1.1 Energiepolitik
1.2 Bildungspolitik
1.3 Flüchtlingspolitik
1.4 Europapolitik

2. Aus taktischen Gründen
2.1 Um Sturz Merkels herbeizuführen

3. Aus persönlichen Gründen
3.1 Sie eröffnen neue Debatten um Volk, Identität und Demokratie sowie kulturelles Selbstverständnis. Sie ist momentan die einzige ernstzunehmende Partei, die dem Universalismus entgegen tritt.
3.2 Um die aktuelle Korrumpiertheit des Liberalismus zu überwinden
3.3 Ich würde so ziemlich alles wählen um Merkel los zu werden.

Alternativen: Momentan zwei ernst zu nehmende.
1. ALFA - Mir zu technokratisch.
2. FDP - Regional zu verschieden. In BW durchs liebäugeln in Richtung Grün (Theurer/Weber) nicht wählbar. In Sachsen mit Zastrow dagegen schon.

Kommentare :

  1. Durchaus vertretbare Argumente. Ich bin allerdings in Deutschland nicht wahlberechtigt. 3.1 und 3.2 sind für mich die wichtigsten Punkte; den Baum schütteln, um die faulen Äpfel auszumerzen.

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  2. Warum muss man eigentlich extra begründen, welche Partei man wählt? Selbst wenn man die Partei vorher auswürfeln würde oder die AfD deshalb wählt, weil sie alphabetisch noch vor ALFA steht, wäre das vollkommen legitim.

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  3. Der Hader wieder. Wer sagt denn dass man es begründen muss? Ich tue es, weil ich es will.

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    1. @Quentin Quencher, mir ist schon klar, dass Sie das freiwillig tun. Aber warum? Erhoffen Sie weitere Anhänger für die AfD zu mobilisieren? Oder möchten Sie nach außen hin, ihre Entscheidung, die man vielleicht in der Öffentlichkeit kritisch sehen könnte (im Mainstream wird die AfD ja weiterhin verachtet), eine gewisse Legitimität verleihen? Oder sollen Wähler anderer Parteien sich daran messen lassen, ob sie bessere Argumente für ihre Entscheidung haben? Was ist Ihre eigentliche Motivation für Ihren Thread? Nicht falsch verstehen, es ist Ihr Blog, Sie müssen das alles nicht beantworten, ich in halt nur neugierig.

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    2. Nein Herr Hader, es ist eigentlich ganz simpel. Ich habe mich lediglich über die vielen zerstörten Wahlplakate der AfD geärgert. Das würde ich auch tun, wenn es die Grünen oder die Linken betreffen würde. Zum Wahlkampf gehören Plakate, so dämlich die Sprüche darauf mintunter sein mögen.

      Wird aber diese Art der Werbung, oder die Möglichkeit des Statements, dem Kandidaten genommen, so ist dies eine Diskursverweigerung. Eine Ablehnung des Pluralismus wird deutlich. Dem setze ich mein Statement entgegen: „Seht was ihr erreicht, ihr Arschlöscher! Ich werde die AfD wählen.“

      Ich sitze ja gleichzeitig immer noch an Texten, die sich kritisch mit der AfD beschäftigen. In den Schnipseln ist es ja kurz angedeutet. Eigentlich sollte so ein kritischer und abwägender Text noch vor der Wahl erscheinen, in dem natürlich meine Wahlentscheidung auch ersichtlich gewesen wäre, aber eben wesentlich differnzierender dargestellt.

      So habe ich nun eben ziemlich plakativ Stellung bezogen, als Protest gegenüber den Demokratiefeinden die meinen mit der Zerstörung von Plakaten etwas in ihrem Sinne zu erreichen. Genau das Gegenteil passiert nämlich.

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    3. @Quentin

      Ich finde es jedenfalls gut, dass Du das schreibst. Ich habe Ende der 80er Jahren Grün gewählt, weil der Mainstream versuchte die Grünen in die radikale Ecke zu stellen.
      Ich werde jetzt AfD wählen, weil sie vom Mainstream in die radikale Ecke gestellt werden.
      Die Wahlempfehlung abgeleitet aus dem Satz von Voltaire:
      "Wenn Du wissen willst, wer Dich beherrscht,
      musst Du nur herausfinden, wen Du nicht kritisieren darfst."

      Ich denke der Mainstream hat gezeigt, dass er keine Probleme mehr löst, sondern eine verkrustete Ideologie geworden ist. Das war in den 70iger und 80iger Jahren ebenso und das ist wieder so. Mit dem Unterschied, dass in den 70iger und 80iger Jahren die Presse dem Mainstream gegenüber kritischer eingestellt war als Heute

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    4. "Ich finde es jedenfalls gut, dass Du das schreibst. Ich habe Ende der 80er Jahren Grün gewählt, weil der Mainstream versuchte die Grünen in die radikale Ecke zu stellen.
      Ich werde jetzt AfD wählen, weil sie vom Mainstream in die radikale Ecke gestellt werden."


      Das finde ich interessant, Herr Heß, weil es bedeutet, dass der Mainstream letztlich doch darüber entscheidet, was Sie wählen.

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    5. Ja, ab und an tut er das, wenn ich der Meinung bin, dass der Mainstream politische Meinungen ausgrenzt setze ich mein Kreuzchen bei denen die vom Mainstream ausgegrenzt werden. Das waren iEnde der 80iger Jahre die Grünen und heute ist es eben die AfD.

      Im übrigen waren die Demonstrationen in den 80igern mit denen auch die Grünen zur politischen Willensbildung beitrugen sehr viel gewalttätiger als es die Demonstrationen heute sowohl verbal als auch physisch sind. Das scheint in Vergessenheit geraten zu sein.

      Es ist vor allem interessant wie eine Partei die selbst lange Jahre für ihre Meinungsäußerung als Radikale beschimpft wurde, nichts gelernt hat und andere beschimpft für deren Meinungsäußerung sobald sie Mainstream wurde.

      Man sollte meinen den Grünen wäre die Meinungsfreiheit etwas wert, ist es aber anscheinend nicht. Manchmal hat man den Eindruck die Kritiker von damals hätten Recht und Freiheit und Demokratie könnten bei den Grünen nur Lippenbekenntnisse sein

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    6. @ Günter

      Die Grünen waren nie eine Bewegung denen Meinungsfreiheit, Pluralismus und fairer Wettstreit der politischen Ideen am Herzen lag. Dies liegt in der Natur der Sache, an dem universalistischen Denkansatz.

      Freilich gab es einzelne Punkte in ihrer Kritik, die in scheinbar berechtigter Empörung vorgetragen wurden, doch um die Lösung dieser Punkte, ging es nur am Rande. Ich bin der Überzeugung, dass die Grünen und deren Anhänger niemals Pluralismus akzeptieren können. Das geht nicht im universalististischem Denken.

      Was natürlich nicht heißt, dass ihre damals vorgetragene Empörung keine Berechtigung hatte. Zumindest partiell. Wut und Empörung ist nur eine Antwort auf den subjektiven Eindruck, nicht gehört zu werden.

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  4. @ Günter

    Mein Problem mit dem Mainstream ist, ich bin mir nicht sicher, wie viel davon einer Schweigespirale geschuldet ist, demzufolge er zumindest teilweise von Lippenbekenntnissen getragen ist. Mitläufertum habe ich schön in der ehemaligen DDR studieren können, und nun frage ich mich natürlich, wieviel vom Mainstream eben Mitläufertum ist.

    Auf einer AfD-Veranstaltung, es war in Reutlingen, sprach ich mit einem Mann im Alter von vielleicht 60. Der sagte: „Früher habe ich wegen des Vietnamkrieges gegen die Springerpresse demonstriert, und heute demonstriere ich wieder gegen die Springerpresse." Das lässt mich an einen Automatismus denken: Es gibt Menschen, denn ist es suspekt, wenn alle das Gleiche sagen. Oder wie es ein Klassenlehrer von mir mal ausdrückte: „Du weißt nicht warum es geht, bist aber dagegen.“ Dies sagte er nicht zu mir, aber ich fühlte mich angesprochen.

    Für die Gesellschaft, so finde ich, sind diese Leute die sich dem Mainstream widersetzen, vielleicht einfach nur weil es ihr Naturell ist, sehr nützlich. Dinge die als Selbstverständlichkeiten an genommen werden, werden hinterfragt und geprüft. Der Mainstream tut das nicht, der besteht ja überwiegend aus Mitläufern, und die haben Angst davor, die Geborgenheit der Masse verlassen zu müssen.

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  5. @Quentin

    Ich denke man darf nicht vergessen, dass das Wesen unserer Demokratie der Diskurs, der Pluralismus und das Ringen um die Mehrheit sind.

    Unsere Demokratie ist dann stark, wenn viele verschiedene Meinigen und Argumente in den Ring geworfen werden. Nur dann kann man abwägen und eine gute Entscheidung treffen.

    Mitläufertum ist neutral da es sowohl in der Diktatur als auch in der Demokratie existieren. für die Demokratie ist der Mitläufer kein Problem solange verschiedene Meinungen auf den Tisch kommen. Für die Diktatur ist er die Vorraussetzung und das Schmiermittel.

    Konsensus bzgl. politischer Grundfragen hingegen ist nicht wünschenswert, weil dann kein Diskurs stattfindet und das kritische Hinterfragen unterbleibt.

    Ich war zum Beispiel mal froh als wir im Bundestag eine Entscheidung anstehen hatten, ob wir in den Krieg ziehen, dass die Linkspartei dagegen war, weil so auch Gegenargumente auf den Tisch kamen.
    Das ist die herausragende Funktion der Opposition in unserer Demokratie.

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  6. Mal abgesehen davon, dass das Konservative bei mir nur in seiner angelsächsischen Variante einen Niederschlag findet und ich mich ansonsten dem klassischen Liberalismus verbunden fühle, gibt es vor allem drei Punkte, warum ich niemals die AfD wählen würde:
    Zum einen die prorussische und Putinaffine Ausrichtung der Partei, zum anderen ihre stark national-konservative Prägung die Staat, Nation und Kultur ins Zentrum stellt und nicht das Individuum.
    Mit der Hinwendung zu Putin wird die Westbindung Deutschlands in Frage gestellt, etwas, das für mich politisch völlig inakzeptabel ist.
    Andererseits begrüße ich es, dass eine konservative Kraft sich in Deutschland zur Wahl stellt. Das bringt Übersicht und verschafft denen Gehör, die bisher keine konservative Heimat (mehr) hatten.
    Als dritter Punkt, der sie für mich unwählbar macht, steht ihre Nähe zu fremdenfeindlichen Bewegungen und völkischen Ansichten. Und das kritisiere ich auch in dem Wissen, dass die Fremden gegen die sich die Animositäten richten, selbst ethnisch und religiös diskriminieren.
    Für eine rechtskonservative oder nationalkonservative Partei in Deutschland ist es allerdings völlig klar, dieses Spektrum abzudecken.
    Ein Liberaler müsste jedoch m.E. mit dem Klammerbeutel gepudert worden sein, wenn er dieser Partei seine Stimme geben würde.
    Die Kampagne, nicht die sachliche politische Auseinandersetzung, welche gegen die AfD läuft ist allerdings keine, die die Demokratie stärkt. Im Gegenteil sie schwächt sie. Nur, ist das für mich lediglich ein Grund zu schauen, wer diese Auseinandersetzung nicht scheut und argumentiert.
    Das politische Schicksal der Kanzlerin scheint klar zu sein - die CDU braucht einen Nachfolger. Und über den Kanzlerkandidaten entscheidet die Union. Was häufig vergessen wird:
    Der Wähler wählt keine Regierung, sondern Parlamentarier. Somit wählt er auch keine Regierung ab. Er verändert die Machtverhältnisse im Parlament - das wird mit Sicherheit am 13.03.16 auch passieren.
    Die AfD wird mit ihrem Einzug in Länderparlamente die Politik Deutschlands verändern. Nicht in der für mich wünschenswerten Richtung, aber da bin ich mit meinen Minderheitenpositionen recht
    leidenschaftslos. Spannend wird es allemal.

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