Juli 31, 2016

Schnipsel im Juli '16

Die CDU war ein Kind der alten Bundesrepublick, in einer bipolaren Welt verortet. Die neue Bipolarität, die zwischen Islam und der europäischen Welt, dazu gehören auch die Weltgegenden die das europäische Denken übernommen haben, wird von der Union ausgeblendet. Sie hat ihren Platz in der sich gewandelten geopolitischen Lage noch nicht gefunden und sucht ihn auch nicht. Sie spricht lieber von Globalisierung, das wirkt wie die verzweifelte Suche nach einer Rettungsweste auf einem untergehen Schiff. Die alte Bundesrepublik gibt es nicht mehr, sie war ein Kind der Zeit und der Umstände. Freilich lebt sie dem Anschein noch, wie die CDU auch, doch es sind mehr die Institutionen die sie künstlich am Leben erhalten. Und die Erinnerung an etwas was war, an die gegebenen Versprechungen.


Dieser Blick zum Mann: Ist der Bart Style oder Religion?


Hotpants bei schönen Frauen haben mir schon immer gefallen, habe gerne hingeschaut. Heute sehe ich dieses Kleidungsstück auch gerne bei den dicken oder weniger hübschen Frauen. Sie verteidigen damit unser aller Freiheit.


Die CSU könnte die CDU retten, wenn die ihre Sinnkrise nach Merkels Rücktritt/Sturz aufarbeiten muss.


Merkel wirkt nicht mehr eigenständig, sondern wie eine Standarte, hinter der sich vor allem Gesellschaftspädagogen versammeln.


Der politische Mainstream schürt Ängste durch Imagenationen über Klima, Gene, Atom. Andere Ängste, die klaren und realen, diffamieren sie als Hass und Rassismus.


Tatsächlich verwendet werden Statistiken, wenn sie das Argument für ein Gefühl sind. Statistiken selbst erzeugen selten Gefühle. Rational zu sein, bedeutet für mich, meine Gefühle zu respektieren.


Vier oder fünf Schwimmbäder sind im zehn Kilometer Umkreis. Ich wählte nicht das schönste, sondern das mit den wenigsten "südländischen" Besuchern. Bin ich nun #Rassist oder nur ängstlich? Egal, mein Verhalten sich verändert. Kriterien für Entscheidungen gewichten sich anders.


Hörte ich früher die Sirene eines Krankenwagen, dachte ich an Unfall oder Herzinfarkt. Es waren unbeschwerte Zeiten, im Rückblick.


Auch die Politprominenz muss nun Opfer bringen: Keinen roten Teppich in Bayreuth!


Deutsche Konstante seit 200 Jahren: Suche nach dem Selbstbild.

Integration ist ein Mythos. Es geht nur Assimilation oder Multikuti, was Separation ist und im friedlichen Fall Koexistenz. Und friedlich bleibt die Koexistenz nur durch Zwang, aus sich heraus ist sie es nicht.


Es gab keinen öffentlichen Diskurs innerhalb der eher Konservativen in den letzten zwanzig Jahren. Das wird nun nachgeholt. Vielleicht. Hoffentlich.


Warum mich Politik mitunter so anekelt, wird an den politisch gefärbten Äußerungen zu München deutlich.


Pöbeleien haben was mit dem Charakter zu tun. Mit Klarnamenpflicht ändert sich dieser nicht.


Wenn Schulen mangels Kinder schließen, aber an jeder Ecke ein Haustier-Shop aufmacht, dann ist die Gesellschaft bereits dekadent.


Wenn es keine einfachen Antworten gibt, kommen die Vereinfacher und kreieren welche.


Haben wir es mehrheitlich mit türkischstämmigen deutschen Staatsbürgern, oder mit einer türkischen Diaspora in Deutschland zu tun?


War heute mit meinem Jüngsten (6) im Schwimmbad, aber in Gedanken nicht bei der Sache. Betrachtete ihn und fragte mich ob er wohl in ein paar Jahren in den Krieg ziehen muss. Verdammt, wie bekomme ich nur solche Gedanken wieder los.


Ob IS-Bekenntnis oder nicht - völlig belanglos. Islamischer Terror hat sich verselbstständigt und wird Teil einer Subkultur.


Eigentlich bin ich ja kein Freund von Enteignung durch Erbschaftssteuer. Doch wenn ich an den Augstein denke! Hmm?


Wo man auch hinschaut, der Versuch in mehrheitlich islamischen Gesellschaften eine säkulare Ordnung zu schaffen, scheitert(e). Von Demokratie ganz zu schweigen.


Die Frage ist doch bei Einwanderern, wem gehört ihre Loyalität im Zweifelsfall? Dem Herkunftsland oder dem Einwanderungsland?


Dachte ich früher ans Mittelmeer, war es wie ein süßer Traum. Heute ist es ein Alptraum.


Was erzähle ich nur meinen Kindern? Ich spüre ihre Verunsicherung, sie spüren meine.


„Wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis.“ sagt der Volksmund. Uns Esel ist es eben zu wohl geworden, sieht man nicht nur an der Energiepolitik. Die Verwurzelung mit dem Gegebenen wurde gekappt um schöne Wohlfühlträume leben zu können. Entweder wir wachen auf und verlassen schnell das Eis, oder es wird ein kaltes Erwachen aus den Träumen geben.
     Wird das Gegebene, von der Physik über die Ökonomie bis hin zu Mentalität und Charakter, ausgeblendet und verdrängt, wird es sich um so eindringlicher zurück melden je länger und tiefer der Traum ist. Dann gibt es kein sanftes Erwachen, sondern ein brutales. Dann, wenn der Esel im Eis eingebrochen ist, geht es nur noch ums überleben, dann träumt keiner mehr. Vielleicht brauchen Gesellschaften hin und wieder so etwas, damit sie wieder den festen Boden des Gegebenen wertschätzen.


Das einzig faszinierende am Fußball ist, für mich, die Faszination dafür.


Die (west)europäische Einigung nach dem Krieg war an zwei Voraussetzungen gekoppelt: Deutsche Teilung und Kalter Krieg.


Bilde ich es mir nur ein, oder ist der momentan stärkste globale Trend das Aufkommen von Anti-Establishment Narrativen?


„Wenn du immer auf mein NEIN gehört hättest,“ sagte meine Frau gerade, „wären wir längst geschieden.“


Mir tun die Afdler leid, die sich monatelang um ein Programm stritten, und nun den Scheiß mit Gedeon-Meuthen-Petry am Hals haben. Dieser Streit zeigt mal wieder, dass Personen in der Politik wichtiger sind als Programme.


Papa, gibt es Geister?
Nein!
Doch, doch, doch, doch!
Hast recht, du Quälgeist.


Heute ist „Internationaler Tag des Kusses“


Missbrauch von direkter Demokratie ist marginal zum Missbrauch von Macht in der repräsentativen Demokratie.


Wie anders als durch Algorithmen soll künstliche Intelligenz funktionieren? Alle die die meinten Baupläne für menschliches Sein und menschliches Denken entdeckt zu haben, waren Idioten. Auf dieser Basis wird dann künstliche Intelligenz geschaffen. Selten so einen dämlichen Begriff gehört wie: »Künstliche Intelligenz«. Daran glauben können nur Leute, die Suchmaschinenergebnisse für Geistesarbeit halten, und dabei meinen, eigenes lesen, empfinden, leiden und jubeln lasse sich in einen Algorithmus pressen.


Deutschland hat Europa in den Würgegriff genommen, meint Piketty, weil die ihre Kredite nicht zurück zahlen wollen. Der Typ spinnt.


Wer das Ergebnis von Abstimmungen relativiert, manipuliert oder negiert, versündigt sich am vielleicht einzig Heiligem in der Demokratie. Natürlich dürfen wir diskutieren darüber, warum die jeweiligen Menschen das gewählt haben was sie gewählt haben, oder auch nicht gewählt haben. Nur wird eben dabei klar, wie sehr die Manipulierer, die Relativierer die Negierer das demokratische System als hinderlich ansehen wenn es um ihre Interessen geht.
     Letztlich geht es um die Frage, welche direktdemokratischen Elemente in der Demokratie zugelassen werden. Die Linken haben damit Probleme, sie misstrauen dem Volk, wollen es anleiten und belehren, und setzen dieses vor allem mit Hilfe von Verwaltungen und Medien um, sofern sie dort Macht- oder Meinungshoheit erlangt haben. Haben sie es noch nicht, versuchen sie natürlich zuerst die Institutionen der Gesellschaft zu kapern. Es ist ein hinterfoziges Spiel, wie man so sagt, aber es ist ein Spiel was immer gespielt wird, so sind eben Menschen. Nur ist es eben den meisten Menschen eher peinlich, wenn sie bei ihrer Hinterfozigkeit ertappt werden, nicht so den Linken, die machen eine Ideologie daraus indem sie Wertigkeitigkeit von Stimmen nach Gesinnung relativieren und niedere Beweggründe bestimmten Gruppen unterstellen, hehere der eigenen. Der Ausspruch von der »linken Ratte«, was ja nicht politische Haltung beschreibt, sondern offensichtliche Hinterfozigkeit, trifft gerade bei denen sehr oft zu, die vorgeben hehere Beweggründe zu haben.


Es hat mit meiner Abneigung gegenüber Science-Fiction zu tun: Als Kind freilich habe ich gerne Jules Verne gelesen, dann die ersten Staffeln von Raumschiff Enterprise angeschaut, also die mit Spock und Captain Kirk, doch dann war es schnell vorbei damit. Ich mag es nicht mehr.
     Nicht diese komischen Zukunftsvisionen will ich verstehen, sondern das was passierte, nur an dem was geschehen ist wird man erkennen können.


Einen Lachkrampf bekomme ich regelmäßig, wenn von Verfassungspatriotismus als verbindendes Element gesprochen wird. Wenngleich ich zugeben muss, dass ich selbst lange an dieser Vorstellung fest hielt. Heute betrachte ich es nur noch als ein wichtiges Element, eines von vielen das für ein Gemeinschaftsgefühl sorgen kann. Dies allerdings weniger beim Volk, als vielmehr bei den Eliten. Überspitzt könnte man sogar sagen, dass der Verfassungspatriotismus der Populismus der Eliten ist, gleich danach kommt der Universalismus und der Humanitarismus.


Weil die Realität besser erscheint, als die Imagination einer Alternative, ist die Realität also besser und gehört geschützt.
     Weil die Realität schlechter erscheint, als die Imagination einer Alternative, muss die Realität verändert werden.
     Zwischen diesen Polen bewegt sich das politische Denken. Ich verachte beides mehr und mehr. Der Konjunktiv wird zur Tatsache, kaum jemand macht sich die Mühe einfach nur hinzuschauen was ist, sofort wird es verknüpft mit dem was sein könnte. Pataphysik in Reinkultur.


Der Machtkampf in der AfD liegt am verschiedenartigen Deutschlandbild von Meuthen, Gauland, Petry und Höcke.


Das Wunder von Bern, das Wirtschaftswunder, die DMark, dies hätte den Mythos für ein neues Deutschland abgeben können. Vorbei.


Mein Jüngster, sechs Jahre alt, mag Brokkoli. Muss ich mir Sorgen machen?


Ich muss W. Herles widersprechen: Sport im Öffentlich-Rechtlichen-Rundfunk ist da genau richtig, damit können sie am wenigsten Schaden anrichten. Sie sollten nur noch über Sport senden.


Ich verlange eine Resolution zum Massaker der Franken an den Sachsen.

Kommentare :

  1. Treffend, die entlarvende Sequenz über die Hinterfotzigkeit der Linken.

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  2. "Der Machtkampf in der AfD liegt am verschiedenartigen Deutschlandbild von Meuthen, Gauland, Petry und Höcke.":
    Könnten Sie das verschiedenartige Deutschlandbild dieser Personen erklären?

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    1. Gauland und Meuthen sind tief in der »alten« Bundesrepublik verwurzelt. Vor allem Meuthen. Ich erinnere mich von ihm vor der Landtangswahl in BW gehört zu haben, dass er meinte, nach der Wahl wird die AfD westlicher (westliche Bundesländer) sein wird. Bei beiden ist spürbar, dass sie sich im Grunde eine Bundesrepublik wünschen so wie sie mal war, bevor die grünlinken 68er-Nachfahren die Gesellschaft zu bestimmen begannen.

      Dieses Deutschlandbild ist bei Petry und Höcke nicht vorhanden, nur als Mythos. Ihre Suche nach dem Deutschlandbild beginnt mit dem aufräumen der Vorstellung, dass das Nachkriegsdeutschland typisch deutsch gewesen sei. Sie verorten die Deutschen eher gemäß der Entwicklungen im 19. Jahrhundert mehr in der Mitte Europas und sind unbeschwerter in Formulierung der eigenen Identität. Meuthen und Gauland sehen sich mehr als Westler, Petry und Höcke können damit weniger anfangen.

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