September 30, 2016

Schnipsel im September '16

September '16, zweiter Teil

Der Geist steht links, aber rechts bewegt er sich.
(irgendwo aufgeschnappt)


Die CDU hat ihre historische Aufgabe erfüllt, die lag hauptsächlich im Management der Nachkriegszeit. Hat sie gut gemacht. Doch nun sucht sie eine neue Aufgabe und ist noch nicht fündig geworden.


Umvolkung! Ja, das Wort fühlt sich unangenehm an. Aber ist die Beschreibung des Vorgangs deswegen falsch? Jedes Wortverbot betrachte ich als einen Angriff auf mein Denken, als den Versuch mich zu konditionieren. Ich will nur wissen, ob der Begriff Umvolkung einen wirklichen Vorgang beschreibt? Existiert dieser Vorgang, stimmt meine Beobachtung? Dann ist das Wort auch legitim. Was interessiert mich das Denken entlang Geländern wie es so viele tun? Konotationen und Bedeutungen nennen sie es - ich kann es nicht mehr hören, es ist nur eine Denkfaulheit und die Angst vor einer Sache wie sie ist. Eigentlich ist es Feigheit im Denken.


Ich kann den Vorgang »Umvolkung« auch »islamischen Siedlungskolonialismus« nennen. Die Frontiers (Osterhammel) bereiten den Weg.


Des Menschen Instinkt wird ihm abtrainiert. An die Stelle des Instinkt treten Autoritäten denen gefolgt wird und nicht mehr dem Instinkt.


Als Partner alle die ausschließen, die nicht redlich, demokratisch oder offen sind? Da wird es aber bald einsam werden. Wäre ich selbst dann überhaupt noch als Partner geeignet?


Mag sein, dass ein Trend derzeit besteht, Einkommens- oder Statusunterschiede als Verteilungsungerechtigkeit zu empfinden. Der Fehler der Linken ist aber, dass sie glauben, dieser Trend würde auch die mit einschließen die selbst nichts für ein eigenes Einkommen tun.


Ach die Regeln, selbstverständlich müssen diese individuell interpretiert und bewertet werden. Einige sind fundamental wichtig fürs friedliche Zusammenleben, andere aber, haben die gleiche Bedeutung wie Exerzierübungen beim Militär. Sie dienen somit zwei Dingen, einmal der Demonstration von Macht, und dann dem abschalten der Kritikfähigkeit. Dem Befehl folgt die Handlung, ohne Reflexion oder Bewertung. Es gibt Regeln, gerade in Deutschland, die ich als Befehle empfinde, indem ich diese dann nicht befolge, mache ich deutlich, dass ich die Macht die nach mir greift, nicht akzeptiere und gegen sie ankämpfe. Regeln deren einziger Sinn ist Gehorsamkeit einzuüben, befolge ich nicht.


Ich habe eine Tochter, die fängt Spinnen mit der Hand. Sie wird IHREN WEG gehen.


Ich bin dafür, das was in den neuen Lehrplänen zur Sexualerziehung steht, erst mal in den Integrationskursen zu lehren. Das wird ein Spaß!


„Lass mich mal ran!“ Diese Aufforderung ist nichts ungewöhnliches auf dem Bau. Jemand sieht wie sich ein anderer mit einer Aufgabe quält. Vielleicht liegts an mangelnder Kraft, oder an mangelnder Erfahrung mit der speziellen Aufgabe, an was auch immer. „Ich schaffe das nicht“ ist nichts ehrenrühriges auf dem Bau. „OK, dann lass mich mal ran“ sagt der Kollege.

In der Politik ist das anders, hier sieht jeder, dass die Merkel gar nichts mehr schafft, doch keiner aus ihrer Partei bittet sie zur Seite zu treten. Wenn es auf dem Bau auch nur solche Jammerlappen geben würde, die die sich nicht trauen anzupacken wenn es nötig ist, oder solche die sich nicht eingestehen können mit einer Aufgabe überfordert zu sein, dann würde nie irgendein Haus fertig. Auf dem Bau ist man schlauer als in der Politik, aber da geht es ja auch weniger um Macht und deren strategischen Spielchen.


Die Kanzlerin würde gerne die Zeit zurück drehen. Viele derer die ihr zur Kanzlerschaft verholfen haben auch.


Volksparteien waren CDU/SPD noch nie. Immer stand Belehren des Volkes im Vordergrund vor dem Zuhören.


Der Verbildete ist ein Feigling, er traut seinen eigenen Gedanken nicht.


September '16, erster Teil


Für Linke sind Pläne von existentieller Bedeutung. Jetzt natürlich nicht nur an die allseits bekannten 5-Jahres-Pläne denken, sondern mehr was Diskurse angeht. Wo will ich hin, wie gelingt es mir Menschen zu beeinflussen oder zu überzeugen. Der Sprechakt unterliegt einem Plan. Umsomehr verwundert es, warum die Linken von derzeitigen Sprechakten, nämlich alles was nicht links ist als Nazi oder faschistisch zu diffamieren, glauben, dass das wirklich ein guter Plan ist. Es wirkt recht planlos, aufgeschreckt und konfus. Von Plan keine Spur. Oder wenn es der Plan sein sollte, man müsse nur kräftig diffamieren und denunzieren, um eine vermeintliche Deutungshoheit zu behaupten, dann ist dieser einer Illusion geschuldet. Der Illusion nämlich, dass es diese linke Deutungshoheit wirklich gibt, es ist aber nur eine mediale. Der Sprechplan bezieht sich dann auf eine Imagenation, nicht auf die reale Welt. Daran sind aber auch schon die 5-Jahres-Pläne gescheitert.


Die Lächerlichkeit hat in Form der derzeitigen Regierung Macht über uns. Das ist eine schwer zu ertragende Kränkung.


Natürlich spüren die die anders aussehen, die Ausländer und Flüchtlinge, wie sie von den Deutschen gemustert und begutachtet werden. Jeder Blick der sie trifft ist ein fragender: Was willst du hier? Hast du Böses vor? Bist du ein Flüchtling? Das ist nicht angenehm, doch was sollen die Deutschen machen? Nachdem ihre einstmals vertraute Umgebung immer unvertrauter wird, sind sie gezwungen einzuschätzen, von wem und was Gefahr ausgeht. Den eigenen geschützten Raum brauchte der Deutsche nicht erkunden, er kannte ihn und vertraute auf seine Sicherheit. Aus dieser Sicherheit heraus konnte er neugierig sein. Auf das Andere, auf den Anderen. Steht aber der geschützte Raum in Form der vertrauten Umgebung nicht mehr zur Verfügung, ist es schnell Essig mit der Neugierde. Das Bedürfnis nach Sicherheit ist größer.

Und so setzt sich eine Spirale in Gang. Der Ausländer der sich ständig beobachtet sieht, sucht nun seinen geschützten Raum unter seinesgleichen, und diese Separierung macht dann die Deutschen noch misstrauischer. Sie fühlen sich nun selbst beobachtet und begutachtet.

Die Politik, nicht nur, hat mit den Vertrautheiten der Menschen gespielt, ihre geschützten Räume, ihre Heimat, als nicht wichtig erachtet und damit diese Spirale in Gang gesetzt. Universalistisches Denken war der Anfang dieses Verrates der geschützten Räume, da man glaubte eigene geschützte Räume im globalen Maßstab mit idealistischen Wertvorstellungen bauen zu können. Die Politik griff nur diese Gedanken auf, es war so schön von universalistischen Idealen zu träumen und zu glauben, eine wunderschöne Idee entwickle ihre eigene Kraft durch die Imagination von Freiheit des Individuums von den nahen Zwängen.

Ich träume diese Träume immer noch, im Traum gestatte ich es mir naiv zu sein.


Zumindest etwas habe ich aus dem jämmerlichen Zustand in dem sich Klimablocks und die in ihnen geführten Diskussionen befinden, gelernt. Nämlich dass das Thema eigentlich bei den Interessierten durch ist. Sie haben ihre Positionen gefunden und führen lediglich rituell anmutende Auseinandersetzungen weiter. Weniger aus Lust am intellektuellen Streit, als mehr am Ritus.


Niemals werde ich Sprachverboten zustimmen. Mögen auch Wörter unpassend oder gar entlarvend sein. Wörter sind wie Bücher oder Gedanken, sie mit einem NoGo Bann zu belegen ist mindestens unsouverän.


Das AA 1980 über die Türkei: „Die Erkrankung des Landes ist so weit fortgeschritten und die Entwicklung in der Region so dramatisch ...“ (Gefunden bei L.I.S.A)


Horst Seehofer: „Ich halte das für gut, das ist ein Vorschlag von mir.“


Universalismus als „Planetarisierung der Glücksuche?“ Und dagegen Verhäuslichung und Identität als Sinnsuche?


Niemals fahre ich freiwillig irgendwo nach Niedersachsen, nicht solange dort überall Windräder rum stehen.


„Merkel muss doch nur zugeben, dass sie 2015 im Zustand moralischer Umnachtung eine Fehlentscheidung nach der anderen gefällt hat.“ Michael Spreng schreibt das und glaubt es sei Satire, aber irgendwie klingts ganz real.


„Wenn wir den Krieg verlieren, sind wir Kriegsverbrecher,“ so in etwa General Curtis LeMay in Hinblick auf die Bombardierungen deutscher und japanischer Städte. „Indem sie die deutschen Städte bombardierten, wussten die Alliierten auch, dass sie die deutsche Identität zerstören konnten.“ sagt Giorgio Agamben dazu. Die Glücklichen sind keine Deutschen und können so was sagen und denken, ohne dass sofort ein Sturm der Entrüstung über sie herein bricht.


Für die Materialisten: Kinder gehören zur Humaninfrastruktur einer Gesellschaft.


Selbstbestimmte Identität ist ein Mythos. Ausnahmen gibt es.


Wer sind diese 72 Jungfrauen, haben die mal gelebt, haben die einen eigenen Charakter, oder sind die nur so was wie Gummipuppen?


Noch mal Agamben: „Im Mittelalter wusste man wenigstens, dass eine Einheit verschiedener politischer Gesellschaften mehr bedeuten muss als eine rein politische Gesellschaft. Damals suchte man das einigende Band im Christentum. Heute glaube ich, dass man diese Legitimation in Europas Geschichte und seinen kulturellen Traditionen suchen muss. Im Unterschied zu Asiaten und Amerikanern, für die Geschichte etwas ganz anderes bedeutet, begegnen Europäer ihrer Wahrheit immer im Dialog mit ihrer Vergangenheit. Vergangenheit bedeutet für uns nicht nur Kulturgut und Tradition, sondern eine anthropologische Grundbedingung. Wir können zur Gegenwart nur archäologisch vordringen, indem wir mit unserer Geschichte ins Reine kommen. So wurde die Vergangenheit für uns eine Art Lebensform. Europa hat zu seinen Städten, seinen Kunstschätzen, seiner Landschaft einfach eine besondere Beziehung. Hieraus besteht Europa recht eigentlich. Und hierin liegt das Überleben Europas.“ (Interview in der FAZ)


Der Jüngste (7) droht gerade seinen drei Schwestern, dass er nie wieder mit ihnen kuscheln würde. Ha, er hat schon begriffen was wirkt.


Danke für die 2€ mehr an #Kindergeld. Diese Erhöhung konsequent von Geburt bis zur Volljährigkeit gespart gibt auch einen Montbancfüller.


Air China: London ist sicher, aber in Gegenden, in denen viele Inder, Pakistanis und Schwarze wohnen, sollte man vorsichtig sein“


Beim Schreiben unterbrochen zu werden, ist wie beim Sex gestört zu werden. Man kann später nicht einfach da weiter machen wo man war.


Was unterscheidet Altmaiers Sprechen von den Lobreden der Speichellecker in Diktaturen?


Immer noch habe ich volles Haar, noch nicht mal grau ist es geworden, nur die Barthaare. Viel lieber wäre es mir aber, ich hätte noch alle Zähne und dafür die Haare verloren.


Ich muss in Bildern sprechen um zu verdeutlichen was ich meine. Der Baummensch ist sozusagen vom Charakter ein Mitläufer der Wurzeln bekommen hat. Er hat sich seinen Platz nicht ausgesucht, das kann er nicht, sein Bestreben ist zu überleben und glücklich zu sein innerhalb seiner unmittelbaren Umgebung. Fragen nach Folgsamkeit oder Akzeptanz stellen sich ihm nicht. Er nimmt das an was er vorfindet und macht das Beste daraus. Er ist ein durch und durch unpolitischer Mensch.


Grüne in MV sind jetzt da wo sie hingehören, in einer Liga mit FDP und NPD, was die Wählerstimmen angeht.


Wenn ich ne Tiefkühlpizza im Ofen aufbacke, schmeckts den Kindern nicht. Machts die Mutter, sagen sie: Hmm, lecker.


Das Technium macht dieses »begrenzte eine Erde Gerede« bedeutungslos. Es wirkt aus sich heraus wie eine Naturkonstante, die, im Gegensatz zu allen universalistischen Ideen, keine Ideologie benötigt um wirksam zu werden. Es werden Effekte auftreten, die einer „Multiplikation der Erde“ gleich kommen.


Noch mal zum Mitläufer. Vielleicht hat der ein besonderes Gefühl für gesellschaftliche Atmosphären und passt sein Leben danach an? Massenkristalle helfen dann als Orientierungspunkt. Ist die AfD bereits an einem Punkt angelangt, dass sie als Massenkristall wirkt und Mitläufer anzieht?


„Ich habe eine große Hoffnung: Die Technik. Die Technik ist praktizierte Philosophie“
(Eugen Biser, kath. Religionsphilosoph)


Wenn Trump gar nicht gewinnen will, dann ereilt ihm nun das Pech, die Hillary als Gegnerin bekommen zu haben.

1 Kommentar :

  1. Genau. Ich war immer Wählerin der Linken - bis jetzt. Ich fühle mich von ihnen verraten und verkauft. Mein Viertel wandelt sich seit Frühjahr 2016 in ein orientalisches Viertel mit all deren Dreck und Unrat. Nein, ich beäuge diese Menschen nicht mehr nur, ich zeige ihnen, was ich von ihnen halte.

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