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29. November 2012

Bürgerlichkeiten

Konstantin Sakkas mischt sich im Cicero in die neue „Bürgerlichkeits-diskussion“ ein, und beschreibt, durchaus nicht abwertend, den Begriff „Gutbürgerlich.“ Nicht moralische oder ideologische, nicht mal materielle Vorstellungen haben diesen Begriff geprägt, sondern kulturelle, in ihrem besten Sinne.
So wurden im 19. Jahrhundert Kultur und Bildung nicht nur zum Schlüssel des Aufstiegs – nein, sie waren ein Selbstzweck, ein Besitz, den man um seiner selbst willen pflegte und der den Kern dessen ausmachte, was man bürgerlich nennt.