8. Juni 2024

Notizen im Juni 2024

„Im Stich gelassen werden“, was für eine sonderbare Bedeutungswandlung dieser alte Ausspruch heute, bei den vielen Messer-Vorkommnissen, doch bekommen hat.

31. Mai 2024

Notizen im Mai 2024

Ein Schatz ist nicht vernetzt, im Gegenteil. Wer ihn finden will, muss an einsamen, geheimen oder besonderen Orten suchen, manchmal graben oder Schlösser knacken. Schätze, die präsentiert werden, sind keine mehr.

30. Mai 2024

Sylt, zwischen Desinteresse und Ekel. Ein Fragment.

Bislang habe ich mich zu dem Video von der Party auf Sylt noch nicht weiter geäußert und das liegt wahrscheinlich daran, dass ich es mir überhaupt noch nicht angeschaut habe. Kein Ekel ist es, was mich abhält, nein, es interessieren mich solche Partyvideos einfach nicht. Für diejenigen, die da gefeiert haben, mögen solche Filmchen eine Erinnerungshilfe sein, ähnlich einem Familienalbum, oder Urlaubsfotos, um etwas Erlebtes wieder in sich lebendig werden zu lassen. Muss ich mir solche Urlaubsfotos anschauen, werden sie mir stolz präsentiert, dann versuche ich mein Desinteresse daran zu vertuschen und heuchle ein wenig Aufmerksamkeit, um mein Gegenüber nicht zu kränken. Immerhin kann ich etwas über die Befindlichkeiten, die Interessen und Gefühle desjenigen lernen, der mir die Fotos zeigt, insofern ist meine Aufmerksamkeit nicht nur geheuchelt.

6. Mai 2024

Die Verwandlung des Bürgers zum Wähler

Wahlkämpfe sind immer schmutzig. Jeder, der da mitmacht, wirft mit Dreck, foult und agiert hinterhältig, mehr oder weniger. Manchmal, so hat es den Eindruck, benehmen sich Kandidaten absichtlich widerwärtig, um ihrem Anhang zu suggerieren, was sie doch für großartige Kämpfer für die Sache sind. Umso wichtiger ist es, dass die Wahl selbst dann sauber und fair ist. Kein Zweifel darf am Auszählungsergebnis aufkommen, damit sich die Gemüter wieder beruhigen können. Wenn es etwas Heiliges in der Demokratie gibt, dann ist es die Wahlurne; und die heilige Handlung ist die Stimmabgabe sowie die Auszählung.

4. Mai 2024

An der Tanke

Es ist schon eine Weile her, ein paar Jahre, es fällt mir schwer, mich an das genaue Datum zu erinnern. Es muss im Sommerhalbjahr gewesen sein, irgendwann zwischen April und Oktober, die Bäume rings um die Shell-Tankstelle trugen Blätter. Corona war offensichtlich noch kein Thema, jedenfalls finde ich keine Hinweise in meiner Erinnerung. Die zeitliche Einordnung in „vor Corona“ und „nach Corona“ lässt sich nur über Umwege feststellen, mit dem Versuch, sich in den eigenen emotionalen Zustand der Zeit zurückzuversetzen.

28. April 2024

Notizen im April 2024

Wie wird unsere Gegenwart dereinst beschrieben werden? In welcher Epoche oder Zeitalter leben wir? Wenn es nicht schon den Begriff „Fin de Siècle“ gäbe, auch Epoche der Dekadenz genannt, (1890 - 1914), dann würde ich genau das vorschlagen.

2. April 2024

Die Coronamitläufer

Unrecht ist in der Coronazeit geschehen, Verbrechen gar, und viele haben mitgemacht. Wie soll da eine Aufarbeitung geschehen? Die Akteure der Maßnahmen, der Verbote, der Drangsalierungen und Diffamierungen, die haben kein Interesse daran, es könnte Ihnen an den Kragen gehen. Doch auch die Verführten, diejenigen die sich täuschen ließen, werden sich zurückhalten, wollen nicht daran erinnert werden, mitgemacht zu haben.

31. März 2024

Notizen im März 2024

Wer kann in die Politik gehen, seine Berufung oder wenigstens ein Auskommen da finden, und gleichzeitig anständig bleiben? Ich nicht, irgendwann würde dort der Gestank und der Morast auch mich zerstören.

29. Februar 2024

Notizen im Februar 2024

Konservative und Liberale können in Frieden leben, wenn man sie in Ruhe lässt. Linke und Grüne hingegen, sind erst dann zufrieden, wenn alle ihnen folgen oder sie wenigstens die Macht haben. Die einen wollen Individualismus, die anderen Totalitarismus.

28. Februar 2024

Das Lächeln der Elizabeth

Es ist schon ein paar Jahre her, da sollte unsere Tochter in der Schule eine Beschreibung über sich abgeben, geschrieben von jemanden, der sie kennt. In welchem Unterrichtsfach das war, weiß ich nicht mehr, meine Tochter auch nicht. Kurz und gut, sie kam mit diesem Anliegen zu mir und ich fühlte mich für diesen Vertrauensbeweis geschmeichelt und schrieb diesen kleinen Text: