November 25, 2015

Dialoge mit der Polizei

„Aus der Gruppe heraus wurden wüste Beschimpfungen gegen die Polizisten ausgesprochen.“

So steht es in einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Reutlingen. Bei der Gruppe handelt es sich um Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Aichtal-Aich, einem beschaulichen Nest zwischen Stuttgart und Tübingen gelegen. Nun ist dieser Ort in letzter Zeit immer wieder in den Lokalnachrichten zu vernehmen, fast immer wegen der dortigen Flüchtlingsunterkunft. Diesmal wurde ein Bewohner von anderen Bewohnern, alle hätten die gleiche Nationalität, bis zur Bewusstlosigkeit zusammen getreten und musste ins Krankenhaus gebracht werden. „Während der polizeilichen Anzeigenaufnahme kam es zu einer weiteren Körperverletzung und zu Unruhen unter den Bewohnern, heißt es weiter, und dass es der Polizei gelang, „die Situation unter Einsatz zweier Polizeihunde zu beruhigen und weitere Straftaten zu verhindern.“

Von dieser robusten Art der Kommunikation, so scheint es, haben die Polizisten im Norden der Republik noch nicht viel mitbekommen, die setzen offensichtlich mehr auf Deeskalation. Im Bremer Stadtteil Schwachhausen, so vermeldet der Tagesspiegel, wurden auf dem Parkplatz vor dem Revier sechs Polizeiautos abgefackelt. Auch das Gebäude selbst wurde in Mitleidenschaft gezogen. Allerdings möchte man dort, in Bremen, erst einmal eine Art Dialog mit den Tätern eröffnen und bittet diese „sich der öffentlichen Diskussion zu stellen.“ Wie ebenfalls im Tagesspiegel nachzulesen ist.

Freilich weiß man noch nicht, wer die Autos angezündet hat, aber auch die Polizei sollte davon ausgehen, dass die Täter eher die nonverbale Kommunikation in Form von Brandstiftung, oder dergleichen, bevorzugen. Auf der Seite linksunten.indymedia.org meinte denn auch ein Kommentator über dieses Gesprächsangebot der Bremer Polizei: „und die schweine heulen...“. Wobei wir wieder bei den wüsten Beschimpfungen sind.

Ob die Täter in Schwachhausen jemals ermittelt werden können, niemand wird das voraussagen können, und es soll hier auch nicht gemutmaßt werden, ob sich es um Links- oder Rechtsradikale handelt, oder nur um besoffene Hooligans, nur dass sie sich einer öffentlichen Diskussion stellen, ist eine Annahme, die völlig abwegig ist.

Die Polizisten aus Reutlingen haben erkannt, als sie wüst beschimpft wurden, dass die Dialoge mit solchen Chaoten eher unproduktiv sind. Mit Hunden haben sie für Ruhe gesorgt. Wahrscheinlich waren es auch noch Deutsche Schäferhunde. Diese kulturelle Unsensibilität hat noch niemand an die große Glocke gehängt, ist es doch ein eindeutiges Zeichen für rassistische Gesinnung. Also schweigen wir lieber darüber, bevor noch jemanden einfällt, so eindeutig rassistische Symbole wie den Deutschen Schäferhund aus dem Polizeidienst zu entfernen.

In Schwachhausen würde man sowieso eher auf die deeskalierende Wirkung von Kuscheltieren setzen, und vielleicht, so mein Vorschlag, sollte sich die dortige Polizei zu einem Treffen mit den Brandstiftern im Streichelzoo verabreden. Das würde den Dialog wesentlich erleichtern, obwohl der ja sowieso nur so aussehen würde, wie der in Reutlingen: Wüste Beschimpfungen.

Kommentare :

  1. Das darf wohl nicht wahr sein, Streichelzoo? Ich kann mir schon denken wer das war!
    Nur Polizei darf nichts sagen, Redeverbot von Merkel und Co! Wie lange wollen wir uns das alles noch bieten lassen?

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  2. Das darf doch wohl nicht wahr sein, wie lange wollen die den Kuschelkurs mit diesem
    Radikalen Pack noch fortsetzen die tanzen jedem auf der Nase rum kein Respekt vor der Polizei! Hier müssen endlich der Polizei mehr Macht gegeben werden! Nur solange Merkel und Co vorschreiben was die Polizei zusagen und zu tun hatwird sich nichts
    ändern! Hallo ihr Staatsdienernsteht auf und wehrt Euch endlich! IHR VERLIERT
    ZUNEHMEND Euer Gesicht und Glaubwürdigkeit

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  3. Wie sollte sich die Polizei des Merkelstaates denn auch anders verhalten?
    Das würde ja sowas wie Souveränität voraussetzen!
    Und genau diese wurde mit den EU Verträgen schon vor Jahren abgeschafft.
    Seitdem hat der jeweils Stärkere das Sagen. Beispiel: das Massaker letzte Woche in Paris. Die französische Regierung erklärte sofort, Frankreich und Europa befänden sich jetzt im Krieg. Zwei Stunden später fragt ein Reporter unsere famose Familienministerin in Funktion der Verteidigungsministerin, ob man das in Berlin auch so sähe. Da sagte die Leyen, nein, nein, jetzt sei erstmal ruhiges Analysieren angesagt. Keine 24 Stunden später sagt die Leyen das Gegenteil: man müsse jetzt Solidarität üben und in Syrien mitbomben. Das ist die Politik einer Bananenrepublik!

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