14. März 2016
Du Miststück
von
Quentin Quencher
Als ich Alexander Wendts neues Buch aus seiner Verpackung befreite, tat ich dies mit leicht zittrigen Händen. „Du Miststück“ heißt es, „Meine Depression und ich“ erklärt der Untertitel. Ja, es betrifft auch mich, auch ich habe so ein „Miststück“ an der Backe. Jetzt ist es raus. Und nun kann ich nicht über dieses Buch berichten, ohne auch gleichzeitig von mir zu erzählen. Zumindest am Anfang dieses Textes, am Ende spiele ich keine Rolle mehr, dann rückt das Buch wieder in den Mittelpunkt, denn je mehr weiter ich darin las, um so ruhiger wurden meine Hände. Ich will versuchen diese Wandlung von der nervösen Aufgeregtheit hin zu einem Lächeln zu beschreiben.
12. März 2016
Die AfD als Medizin
von
Quentin Quencher
Wenn schon die Diskussionen im wirklich liberalen »Zettels Raum« in die Richtung tendieren, dass offen Wahlempfehlungen für die AfD ausgesprochen werden, dann ist dies mehr als ein Indikator für den verfahrenen Zustand der politischen Situation im Lande.
Ich will mich nicht weiter in die Diskussion einmischen, sondern nur einen Bildvergleich bringen: Pur ist fast keine Partei zu ertragen, egal um wen es sich handelt. Aber jede ist auf ihre Art wichtig für das »Liberalitätsklima«. Es hällt den Diskurs am Leben, den Streit, der sozusagen der Herzschlag der Demokratie ist.
Ich will mich nicht weiter in die Diskussion einmischen, sondern nur einen Bildvergleich bringen: Pur ist fast keine Partei zu ertragen, egal um wen es sich handelt. Aber jede ist auf ihre Art wichtig für das »Liberalitätsklima«. Es hällt den Diskurs am Leben, den Streit, der sozusagen der Herzschlag der Demokratie ist.
9. März 2016
Ein Arzttermin
von
Quentin Quencher
Es war ja nur ein Routinetermin beim Arzt. Ein paar Tage vorher war mir etwas Blut abgezapft worden, nun lagen die Resultate vor. Der Arzt bittet mich Platz zu nehmen, setzt sich an seinen Rechner, ruft eine Seite auf und beginnt das Gespräch, während er auf den Monitor schaut, mit den Worten: „Ah ja, Herr Quencher, wie geht es ihnen denn heute?“ Fast schien es so, als ob ich nur an meinen Werten, die die der Arzt auf seinem Bildschirm ablesen konnte, erkennbar wäre. Für ihn war ich in diesem Moment eine Akte die er zu bearbeiten hat, damit am Ende die Blutwerte, irgendwelche aus dem Urin abgeleiteten, der Blutdruck, und was weiß ich nicht alles, stimmt. Die Erfahrungen haben ihn gelehrt, dass wenn diese Werte der verschiedenen Indikatoren im grünen Bereich sind, muss es dem Patienten gut gehen. Die Frage nach meinem Befinden war nur eine obligatorische. Doch mir ging es Scheiße an diesem Tag.
8. März 2016
Nebelkerzen und viele Fragezeichen
von
Quentin Quencher
Erdogan will erstens Europa anzapfen und zweitens einen Kurdenstaat verhinden. Die Zeit.de schreibt dazu:
„Das ist die größte Furcht Erdoğans: Dass nach dem Nordirak auch in Syrien ein autonomes Kurdengebiet entsteht, und die türkischen Kurden mit Berufung darauf dann Ähnliches für sich fordern könnten. Das widerspräche der nationalen Einheit, der sich Erdoğan verpflichtet fühlt und für die er mit aller Macht kämpft – auch gegen Andersdenkende, kritische Zeitungen und Journalisten.“Die Flüchtlinge sind also nur Verhandlungs- und Druckmasse. Die Menschen hierzulande wissen das, egal was Junker oder Merkel ihnen erzählen und nun von einer EU-Türkei-Agenda sprechen. Was immer das sein soll.
5. März 2016
Das Misstrauen der Institutionen
von
Quentin Quencher
Stoiber spricht in der Welt davon, dass die Sachsen wenig Vertrauen in die Institutionen haben, bei der Letzten Landtagswahl im Freistaat wäre die Wahlbeteiligung unter fünfzig Prozent gewesen.⁽¹⁾ Da ist was dran, nur warum dieses Vertrauen in die Institutionen so gering ist, das fragt kaum jemand so genau nach.
Einmal liegt es natürlich an den Institutionen selbst. Diese sind sozusagen von Ideologen der verschiedensten Couleur benutzt wurden - manche sagen unterwandert, eine Bezeichnung die ich nicht so mag, weil sie zu leicht verschwörungstheoretisch verstanden werden kann. Es liegt einfach in der Natur der Macht, die Werkzeuge die man zur Durchsetzung der eigenen Ideologie vorfindend, auch zu benutzen.
Einmal liegt es natürlich an den Institutionen selbst. Diese sind sozusagen von Ideologen der verschiedensten Couleur benutzt wurden - manche sagen unterwandert, eine Bezeichnung die ich nicht so mag, weil sie zu leicht verschwörungstheoretisch verstanden werden kann. Es liegt einfach in der Natur der Macht, die Werkzeuge die man zur Durchsetzung der eigenen Ideologie vorfindend, auch zu benutzen.