September 01, 2018

Schnipsel 2018, Fünfte Sammlung

Yuko NISHIO: „Die Heimat, bzw. das Heimatgefühl, des einen, kann die Heimat des andern entfremden und zu einer negativen Nicht-Heimat wandeln.“
Genau das ist ein Kollateralschaden des Multikulti.


Die Grünen wollen Gott spielen, sind verärgert über die Entwicklung die die Menschheit nahm. Technik, Gesellschaften, alles was durch »den Menschen« entstand, ist vom Teufel. Sie wissen das, denn sie sind ja Gottgleich und die Propheten ihrer selbst. Nur was »ohne den Menschen« entstand, findet Gnade vor ihren Augen. Alles andere ist vom Teufel korrumpiert. Dabei macht es keinen Unterschied ob es sich um Gedanken, um Wissen, um Theorien oder um greifbare Dinge handelt. Eine neue Sintflut soll es nun richten und alles zerstören, was aus ihrer Sicht falsch gelaufen ist. Es geht ums zerstören was ist.

August 30, 2018

Daniel’s Vater

Daniel Inouye, ein Ami mit japanischer Abstammung und späterer Senator für den Bundesstaat Hawaii, seine Eltern waren noch in Japan geboren, zog als Freiwilliger für sein Land in den 2. Weltkrieg: für die USA! Wie sähe das heute in Deutschland aus, bei den Einwanderern in der 2. Generation? Für welches Land würden die sich im Ernstfall mehrheitlich entscheiden! Für das Herkunftsland ihrer Eltern, oder für das in dem sie aufgewachsen sind? Für Daniel Inouye stellte sich diese Frage nicht, er empfand sich als Amerikaner, obwohl Menschen mit japanischer Abstammung mit Beginn des Krieges erheblichen Repressalien ausgesetzt waren. Sie galten als Sicherheitsrisiko (Enemy Alien) und wurden entsprechend behandelt.

August 28, 2018

Disruptives, Zerstörerisches, Falschspieler und die neuen Menschen

„Mach kaputt, was dich kaputt macht“, so war einst aus Spontikreisen zu vernehmen, „kreative Zerstörung“ wird es heute eher genannt. Damit verwandt ist dieses neue Modewort „Disruptiv“. Kontinuierliche evolutionäre Entwicklung war der Weg in eine Sackgasse, aus der es nun nicht mehr weitergeht. Manche, wie die Katastrophisten, sind gar der Meinung, entscheidende Entwicklungsschritte werden erst durch Katastrophen ausgelöst. Aus dem was war, hätte nie das entstehen können, was es heute ist.

Die Zerstörungswut gegenüber dem Bestehenden, ohne eine schlüssige Antwort auf die Frage zu haben: „Wie geht es weiter?“ ist nicht ein Mangel an politischen Ideen, sondern den Wunsch nach Auflösung von Abhängigkeiten geschuldet. Das Neue, wie es die Zerstörer haben wollen, kann nicht aus dem Alten entstehen, dies muss erst weg. Es spielt dann auch keine Rolle mehr, ob das Alte sich im Laufe der Zeit bewährt hatte, ob es als Lösung für Probleme oder Aufgaben taugt – es muss weg!

August 06, 2018

#MeTwo – Nein Danke!

Man sieht meiner fast erwachsenen Tochter ihre asiatische Abstammung an, außerdem ist sie genau so klein wie ihre Mutter, eine Philippina. Etwas dunkle Haut, eindeutige asiatische Gesichtszüge und dazu noch nicht mal anderthalb Meter groß. Sie leidet darunter, möchte gerne größer sein, weißer, wie eine Deutsche aussehen. Ich kann ihr dabei nicht helfen, doch oft erwähne ich, dass Schönheit immer im Auge des Betrachters entsteht und sie für mich eines der schönsten Mädchen ist was ich kenne – und das ist nicht gelogen, sie weiß das.

Manchmal allerdings beschimpfe ich sie, nenne sie Zwerg oder Quarkneger.

Juli 28, 2018

Schnipsel 2018, Vierte Sammlung

Okkupation läuft so ab, dass junge Männer die ersten sind, die Vorhut. Sie bauen die Brücken für die Nachkommenden. Flucht dagegen läuft so ab, dass zuerst die Frauen und Kinder in Sicherheit gebracht werden. Wir haben es also heute mehrheitlich nicht mit Flüchtlingen sondern mit Okkupanten zu tun.


„Migranten überweisen fast 18 Milliarden Euro in Herkunftsländer,“ ist nun überall zu lesen. Was das aber bedeutet, das beschrieb ich schon vor Jahren: „Jeder aufgenommene Flüchtling wird, wenn er das erste Geld in die Heimat geschickt hat, weitere generieren.“


Die CSU muss Macht und Identität miteinander verbinden, dieses Problem hat die CDU nicht, denen genügt die Macht, eine Identität haben sie schon geraume Zeit nicht mehr.

Juli 18, 2018

Ein Tag am See

Eine Gruppe junger Männer, ein paar wenige Frauen waren auch dabei, trafen sich am See und begannen schon am Morgen mit der Party. Bier- und Wodkaflaschen gingen rum, es wurde rum geschrien und gepöbelt. Letzteres nehme ich mal an, ich konnte nicht verstehen, was sie sagten, in irgendeiner osteuropäischen Sprache geschah es. Wahrscheinlich kroatisch, ich glaubte auch die Bezeichnung ›Kurva‹ vernommen zu haben, jedenfalls wurde eine der Frauen so bezeichnet. Es war der Tag vor dem Endspiel der diesjährigen Fußballweltmeisterschaft, vielleicht feiern die sich deswegen, so dachte ich mir. Die Zuordnung ist aber nicht so wichtig.

Für andere anwesende insgesamt eine sehr unschöne Situation: sich aggressiv gebärende, schon am Morgen halb besoffene junge Männer, an einem Platz, an dem ich mit meinen Kindern baden gehen und ein neues Schlauchboot ausprobieren wollte. Ich bin dann auch nicht der Typ, der ruhig bleibt, und machte deutlich, dass ich von ihnen erwarte, sich hier zivilisiert zu benehmen. Es hat nicht viel genutzt, komisch nur, als meine Frau einen der Pöbler mit dem Wort ›Respekt!‹ anschrie, war kurz Stille. Respekt! Respekt! Respekt! wiederholte er eher leise und es schien ihm zu dämmern,