31. Januar 2021

Notizen im Januar 2021

Mikronesien, Polynesien, mein Blick kommt von der Weltkarte nicht los, diese Weite, diese Sehnsucht danach alles hiesige zu vergessen und nur noch neugierig darauf zu sein, was sich hinter dem Horizont verbirgt. Ich will nicht aufhören zu träumen und in die Realität des Lockdowns treten.


Nur was ich anfassen kann, dran riechen, mit mehreren Sinnen spüren, ist für mich real und kann deshalb mit Kryptowährungen, Cybersex oder was da sonst noch für digitale Illusionen ins Netz gesetzt werden, nicht viel anfangen. Ich traue dem Digitalen generell nicht übern Weg.


Wer sich großen Zielen verschrieben hat, blickt immer in die Ferne und ignoriert was vor ihm auf dem Weg liegt. Stolpert er dann oder fällt gar auf die Nase, dann verflucht er die Nähe, die ihn direkt umgibt, weil sie offensichtlich seine Visionen nicht teilt.


Wenn bei Regierenden das Bedürfnis zu herrschen im Vordergrund steht, was eine häufige Nebenwirkung der Droge „Macht“ ist, dann geht es ihnen nicht mehr um pragmatische Lösungen von Problemen, sondern darum, wie diese Probleme als Machtstütze, zum Machterhalt, genutzt werden können.


Das Gedenken an den Holocaust verursacht immer eine gewisse Scham in mir, wenn ich vorstelle, zu welchen Verbrechen Menschen fähig sind. Aber dann, wenn ich sehe, wie so ein Gedenken von der Politik schnell genutzt wird, zum eigenen Vorteil, dann wird aus der Scham eine Wut auf die Heuchler.


Ich bin wohnhaft in … Die Betonung liegt derzeit auf „Haft“.


Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass Männer besser, schlauer, wichtiger als Frauen sind. Seit aber solche Schreckschrauben wie diese hyperventilierenden Feministinnen die Öffentlichkeit bestimmen, kommen mir Zweifel.


Die AfD soll nicht im politischen Wettkampf besiegt werden, was ein demokratisch völlig legitimes Ziel wäre, nein, es geht um die Vernichtung der AfD, sie muss getötet werden, ausgerottet. Das geht nicht im Diskurs, der würde den Vernichtungssieg gefährden.


Das große Ziel wird weit in die Ferne gelegt, alles was gegenwärtig möglich ist, ist unvollkommen. Nur das große Ziel nicht, das ist vollkommen. So lassen sich Massen führen, dies ist bei den Öko, den Sozis und in allen Religionen gleich.


Wer solidarisch ist, zeigt damit, dass er ein gutes Herz hat. Wer Solidarität fordert, zeigt damit nur seinen Neid.


Wer im Knast sitzt, hat seine Erinnerung an die Freiheit, weiß sie nun um so mehr zu schätzen. Was aber ist mit Kindern, die im Knast geboren werden oder aufwachsen? Sie können nicht erlernen, was Freiheit ist. Denkt daran, wenn ihr Kinder wegen Corona einsperrt!


Linke sind zutiefst davon überzeugt, es ist die Basis ihrer Identität, dass sie zu den Betrogenen gehören, dass ihnen Unrecht geschah, geschieht oder geschehen wird. Sie fordern Verteilungsgerechtigkeit, die aber immer unerreichbar bleiben muss, das sie sonst ihre Identität verlieren würden.


Der Einzelgänger galt in normalen Zeiten als Sonderling, manchmal wurde er belächelt, manchmal bewundert. Heute aber, in Zeiten der Massenhysterie und des Ausnahmezustandes (Corona, Klima) ist jeder Abweichler eine Gefahr, er muss „in die Masse gezwungen werden“.


Leute werden als Leugner bezeichnet, Klimawandel-Leugner, Corona-Leugner oder als Leugner in allen möglichen sonstigen Dingen. Aber das sind sie natürlich nicht, sondern Defätisten, die, so wie ich, von der Nutzlosigkeit von Klimaschutz oder Lockdowns überzeugt sind.


Wir haben in Deutschland den Riesenvorteil, erst mal in Ruhe abwarten zu können, ob und wie die Impfungen gegen Corona in anderen Ländern wirken. Dies allerdings nicht wegen politischer oder medizinischer Weitsicht, sondern wegen Unfähigkeit der Regierenden.


Nachrichten, Berichte, Impressionen aus der ganzen Welt, erreichen uns in Echtzeit und diese Gleichzeitigkeit von Nähe und Ferne hat dazu geführt, dass das Nahe, die direkte Umgebung, an Wirkmächtigkeit verloren hat. Die Illusion entstand, das Ferne ist so wichtig wie das Nahe.


Ich habe viel mehr Angst vor politischen Mutanten, wie beispielsweise der CDU, die zu einem grünen Etwas mutiert ist, als vor biologischen Mutanten eines Virus.


Der Euro ist den Deutschen fremd geblieben, geradezu als hätte er nichts mit ihnen zu tun. Es ist kaum vorstellbar, dass es der Politik möglich wäre so verschwenderisch mit dem Geld umzugehen, wie es derzeit geschieht, wenn wir noch die D-Mark hätten.


Läuft im TV irgendeines der alten Grimm-Märchen, bleibt meine Frau wie angewurzelt davor. „In einem Land, in dem Eltern ihren Kindern solche Geschichten erzählen, müssen gute Menschen leben“, meint sie als Ausländerin dann dazu. Mein Lächeln über ihre Aussage ist nicht ehrlich.


Die Rede vom Klimawandel, von Corona auch, entspricht der Vorstellung, dass sich die Natur rächen wird. Das ist die Spiritualität der Zeit. Es stellt sich heraus, dass die Säkularisierung, vor allem der westlichen Gesellschaften, nur scheinbar war und sich das Bedürfnis nach Transzendenz neue Wege und Ziele gesucht hat. Mit Logik ist dem nicht beizukommen.


Zeitgeist ist wie eine Mode, die man natürlich nicht ignorieren kann, weil sie Befindlichkeiten aufzeigt. Wer allerdings Antworten auf Fragen von der Mode erwartet, wird enttäuscht sein, diese sind so kurzlebig und oberflächlich wie die Mode.


Schon mit Kohl, spätestens nach ihm, hat die CDU vergessen, was Heimat ist und bedeutet. Sie meinten, mit der EU würde sich ein neues europäisches Heimatgefühl einstellen. Spätestens seit dem mäandert sie im Zeitgeist herum und hat ihre Herkunft vergessen oder verleugnet sie.


Die Gefahr bestand immer, dass aus dem Verfassungsschutz ein politisches Instrument der Machthabenden wird, mit dem sie in erster Linie ihre Macht sichern und nur zum Schein vorgegeben wird, dass es um die Verfassung geht.


Ist ein freier Diskurs nicht mehr möglich, dann werden diejenigen, die vom Diskurs ausgeschlossen sind, sich zuerst Alternativen suchen und dann auch organisieren. Politische Organisationen, legal oder nicht legal, werden entstehen. Es wird eine Latenz zum Widerstand entstehen, die nicht an der Oberfläche zu sehen ist, dann aber, wenn sich die Umstände ändern, beispielsweise durch eine Wirtschaftskrise, sich in Präsenz wandeln wird.








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