30. Mai 2021

Notizen im Mai 2021

Samstag 30. Mai 2021


Die Sehnsucht ist in mir lebendig, Abstand zur Politik zu bekommen, sie als notwendiges ├ťbel zu betrachten, ihr aber keinen breiten Raum zu geben. Dann sehe ich die Masken, soll mich oder die Kinder testen, gar impfen lassen und so einiges mehr. Die Sehnsucht, von der Politik Abstand zu bekommen, wird schnell von der Wut auf sie verdr├Ąngt.
 
Um ehrlich zu sein, habe ich die Besch├Ąftigung mit der Politik immer als unter meiner W├╝rde angesehen, doch so oft sah ich mich dennoch gezwungen, mich mit ihr auseinanderzusetzen, weil sie, die Politik, nach meiner W├╝rde und meiner Freiheit griff. Es ist also nur Selbstverteidigung, wenn ich mich mit Politik besch├Ąftige.


Mittwoch 26. Mai 2021


Was mich an unserem Grundgesetz st├Ârt, ist das unterschwellig vorhandene Misstrauen dem Volk gegen├╝ber. Damit ist der Weg frei f├╝r selbsternannte Eliten, Experten oder sonstige sich selbst Berufene, die in Institutionen und Parteien Macht erlangen.



Schon allein die Tatsache, dass es fossile Kohlenwasserstoffe gibt, widerlegt die Behauptung von den nachhaltigen Kreisl├Ąufen als Prinzip der Natur.



So viele Gedankenwege bekomme ich angeboten, jeder erz├Ąhlt mir, sein Weg w├Ąre der zur Erkenntnis. Doch ich setze mich lieber auf eine Bank, beobachte wie die Wolken vor├╝berziehen und lausche den Gesang der V├Âgel. Ich muss keine Wege gehen, schon gar keine vorgegebenen, finde mein Ziel in mir selbst.



Israel war f├╝r mich schon immer ein Synonym f├╝r Freiheit und Selbstverteidigung in einer feindlichen Umgebung.



Ich w├╝rde mir ja wieder mal eine Talkshow im TV anschauen, wenn die auf Moderatoren verzichten w├╝rden und die G├Ąste direkt, wie beim Ultimate Fighting, aufeinander loslassen. Am besten noch jedem einen Karton rohe Eier neben dem Platz stellen.



F├╝hrende Politiker stehen immer unter dem Verdacht, wenn es notwendig ist, skrupellos zu handeln, zu l├╝gen, zu t├Ąuschen. Dies zu k├Ânnen, ist geradezu ihr Bef├Ąhigungsnachweis. Sich dabei aber dilettantisch anzustellen, ist ein Ausschlusskriterium.


Pfingsten 2021


Der franz├Âsische Ministerpr├Ąsident Charles de Gaulle drohte kurz nach dem Krieg, wenn die USA weiter auf der Unabh├Ąngigkeit der franz├Âsischen Kolonien bestehen w├╝rden, sehe sich Frankreich an eine Ann├Ąherung an Russland gezwungen.



„Da waren wieder Experten am Werk“, so wird volkst├╝mlich ausgedr├╝ckt, wenn St├╝mper, die aber felsenfest von sich ├╝berzeugt sind, mal wieder was richtig verbockt haben.



Wie schon oft von mir angedeutet, glaube ich, dass es erst zu einer Katastrophe kommen muss, etwa wie die Hyperinflation 1923, die dann die Deutschen davon abbringt, ihren selbstzerst├Ârerischen Kurs weiterzugehen. Vielleicht nicht ganz so schlimm, doch zumindest EU und Euro werden scheitern m├╝ssen, verbunden damit auch, das Scheitern der gr├╝nen Zukunftsvision in Gesellschaft und Wirtschaft. Erst wenn die Karre richtig im Dreck steckt, besinnen sich die Deutschen.
 
Doch was soll ich heute dagegen tun? Kann ich dazu beitragen, dass dieser selbstzerst├Ârerische Weg nicht weiter begangen wird, oder muss ich einfach in fatalistischer Manier abwarten? Ich wei├č es nicht, wirklich nicht, was die richtige Strategie ist.
 
So werde ich wohl den dritten Weg gehen und mich zur├╝ckziehen, mich auf mich selbst und die mich Liebenden konzentrieren, die Gespr├Ąche mit ihnen und das Nachdenken pflegen, und Abstand zum Volk bewahren.



Die Grundidee der „Gnosis“, dass Erkenntnis die Erl├Âsung bringt und die Vorstellung von der G├Âttlichkeit des eigenen Selbst, ist schon interessant. ├ärgerlich, dass sich das im Christentum nicht weit durchsetzen konnte.



Die Gr├╝nen und ihre Ideen, welche in alle Parteien diffundiert sind, sind in Deutschland so viel st├Ąrker als in anderen L├Ąndern, weil Nationalstolz hierzulande kaum noch existiert, die Menschen aber ein positives Selbstbild brauchen.



Ich brauche keine Utopien um in die Zukunft zu schauen. Was heute und in einer fernen Zeit geschehen wird, sehe ich besser, wenn ich Geschichte studiere, in die Vergangenheit schaue und verstehe, was ehemals geschah. An den Menschen selbst hat sich n├Ąmlich die letzten paar Jahrtausenden nicht viel ge├Ąndert.



„Zuerst war der zweimal krank, jeweils nach der Corona-Impfung, die er offensichtlich nicht gut vertragen hat. Und dann bekam er Corona, lag ne Woche flach. Letzte Woche war er wieder im Onlineunterricht.“ (Eine Tochter ├╝ber einen ihrer Lehrer) „Ich lasse mich nicht impfen.“ erg├Ąnzte sie.



Was klebt an St├╝hlen?
Ärsche!
Sorry, ich meinte, wer klebt an St├╝hlen?
Sag ich doch!



Ich muss ich verurteilen was geschieht, mein Kopf befiehlt es mir, und doch, das Grinsen kann ich mir nicht verkneifen.



Ich las in einem Reisef├╝hrer f├╝r Abenteurer mal, wie man sich in der Provinz (Philippinen) verhalten soll, falls man als Fremder mit dem Auto oder dem Motorrad ein Kind angefahren haben sollte: Abhauen! Fl├╝chten! Und, wenn m├Âglich, sich bei der n├Ąchsten Polizeistation melden. Niemals vor Ort bleiben, das sei zu gef├Ąhrlich.
 
Und genau den gleichen Ratschlag gebe ich nun denen, die meine Kinder impfen wollen: Seht zu, dass ihr Land gewinnt, in meiner N├Ąhe k├Ânnte es gef├Ąhrlich f├╝r euch werden! Archaische Gef├╝hle kommen bei mir auf.



Die Zukunftsvision von einem nachhaltigen Leben im Kreislauf der Natur sind zutiefst religi├Âs und ganz und gar vergleichbar mit fr├╝heren Prophezeiungen vom kommenden Reich Gottes. Eiferer wollen es sofort haben, doch sie haben zu jeder Zeit nur Bestehendes zerst├Ârt und nichts geschaffen.


Mittwoch 19. Mai 2021


Wenn die Fragen konkret werden, ver├Ąndern sich die Antworten. Allgemein gehaltene, eher abstrakte Fragen, bekommen moralische Antworten, konkrete orientieren sich an der Praxis.



Erinnerungen aufschreiben, um sie zu vergessen. Zu lange lagen sie in der Ablage f├╝r noch nicht erledigtes. Nun kommen sie ins Archiv.



Es gab mal eine Zeit in Deutschland, da traten im Rennen um das Bundeskanzleramt solche Leute wie Helmut Schmidt und Franz Joseph Strau├č an.
 
Wenn ich mir die heutigen Kandidaten anschaue, wird klar, wie weit das Land abgest├╝rzt, ja geistig verwahrlost, ist.


Montag 17. Mai 2021


Frau Baerbock kann nur Kanzlerin werden, wenn sie bis zur Wahl konsequent ihre Klappe h├Ąlt, nichts mehr sagt, nur Winke-Winke macht.



Unsere Parteien-Demokratie entwickelt sich in die Richtung, dass fast jeder mit jedem koalieren kann und will. Was dann bei den Verhandlungen raus kommt, ist unsicher und vor allem, ob es Volkes Wille entspricht. Obligatorische Volksabstimmungen ├╝ber Gesetze sind nun notwendig.



K├Âstlich diese Formulierung: „wir leben in wohlpolizierten Verh├Ąltnissen“, gefunden bei Paul Heyse, der dies 1865 in der „Witwe von Pisa“ schrieb. Ich aber mache gleich eine Frage daraus: Leben wir in wohlpolizierten Verh├Ąltnissen? und wie sollte man ‚wohlpoliziert‘ beschreiben? Das W├Ârtchen wohl dr├╝ckt ja das rechte Ma├č aus, wohlproportioniert, wohlgestaltet und dergleichen.



Was, wenn weitere Urteile des Bundesverfassungsgerichts so merkw├╝rdig sind, wie die letzten? Auf was kann ich mich dann berufen, wenn ich Freiheit fordere? Das ist keine rhetorische Frage, mir ist es erst.


Sonntag 16. Mai 2021


Die Strategie der CDU f├╝r die n├Ąchsten Monate, bis zur Wahl, ist klar: Den Gr├╝nen ein paar W├Ąhler abzuwerben, um in einer Schwarz-Gr├╝nen-Koalition den Kanzler stellen zu k├Ânnen. Auf die eher konservativen oder rechten W├Ąhler k├Ânnen sie dabei nicht verzichten, weshalb sie nun, die Union, den Spagat hinbekommen muss, sich einerseits von der Werte-Union oder der Person Maa├čen zu distanzieren, aber gleichzeitig die Konservativen nicht zu vertreiben, weil man eben deren Stimmen auch braucht.
 
Nach der Wahl, wenn das s├╝├če Kuscheln mit den Gr├╝nen ganz ungest├Ârt von einem l├Ąstigen Wahlkampf wieder aufgenommen werden kann, wird keine R├╝cksicht mehr auf Werte-Union und Co. genommen werden, dann hat der „Mohr“ seine Schuldigkeit getan, indem er, wenigstens ein paar Monate, die Illusion aufrechterhalten konnte, in der CDU h├Ątte auch der Konservatismus noch einen Platz.


Samstag 15. Mai 2021


Viele erfolgreiche Leute, ob in Politik, Wirtschaft oder Kultur, haben ihr Studium abgebrochen. Doch die stehen dann auch dazu, weil sie Format, Intelligenz und Charakter haben. Genau das fehlt denen, die Abschl├╝sse vort├Ąuschen, wie dieser Baerbock.



Derjenige zeigt Gr├Â├če, der ├╝ber die Witze, die ├╝ber ihn gemacht werden, lachen kann. Weiten wir dies auf ganze Nationen, Kulturen oder Religionen aus, wo steht da der Islam, die Christen und die Juden? Oder die Engl├Ąnder, die Deutschen und die T├╝rken?



Ich wusste es nicht, da mir ihre Handtasche ein Tabu ist. „Bekomme ich ├ärger mit der Polizei, weil ich eine Schere in meiner Handtasche habe?“ Ich schaute nur fragend. „Ich muss mich doch wehren k├Ânnen, ohne Waffe geht das nicht!“ Ich werde ihr Pfefferspray besorgen.


Donnerstag 13. Mai 2021


Einen ganzen Tag lang habe ich mich mal Joseph Beuys gewidmet. Als die Arbeiten, Anfang 1984, zum Bau der Neuen Staatsgalerie in Stuttgart in den letzten Z├╝gen waren, war ich daran beteiligt. Beuys wurde dort ein ganzer Raum gewidmet.
 
Wie gesagt, noch vor der Er├Âffnung verbrachte ich einen ganzen Tag in diesem Raum, hatte mir Urlaub genommen um genug Zeit und Mu├če zu haben, mich mit der Kunst zu besch├Ąftigen. Von diesem Tag an habe ich Beuys und seine Kunst nicht mehr ernst genommen.



Ruhe Kinder! Der Vater will die Tagesschau sehen! Ja, so war das mal, oft abends in deutschen Familien, als die Tagesschau noch ernst genommen wurde. Lang ist es her.



Gedanken k├Ânnen Menschen infizieren, die Vorsorge dagegen nennt sich Zensur und Zensoren tr├Ąumen davon, eine klinisch gedankenreine Atmosph├Ąre zu schaffen.


Mitwoch 12. Mai 2021


Seit dem ich gezwungen bin, beim Einkaufen beispielsweise, die Mimik derer, die mir begegnen, nur aus den Augen zu lesen, alles andere vom Gesicht ist ja durch Masken verdeckt, habe ich viel Traurigkeit gesehen.



Gerade regnet es mal nicht, also Fenster auf und dem Vogelmorgenkonzert lauschen. Ein Wunsch nach Verwandlung ergreift mich, m├Âchte auch Fl├╝gel haben oder so sch├Ân singen k├Ânnen. Doch dann bek├Ąme ich auch einen Schnabel, w├╝rde mein Lippen verlieren, kann die, die ich liebe, nicht mehr k├╝ssen.



Das moderne Leben in Netzen jeder Art, bringt immer die Gefahr mit sich, im Krisenfall mit Nichts in der Hand dazustehen. Nur was du im Keller, im Speicher oder im Tank hast, das hast du dann.


Dienstag 11. Mai 2021


Linke Unterstellungen sind oft getragen von der ├ťberzeugung, das „Eigentliche“ am Gegner erkannt zu haben, das was er verbirgt und was ihm m├Âglicherweise selbst gar nicht bewusst ist. Es ist purer Hochmut, der aus diesen Unterstellungen spricht.



Es geht nur noch darum, wer zitiert oder geteilt wird, nicht ums was. Die Freund-Feind-Unterscheidung dominiert. Wo kenne ich das nur blo├č her? Falsch! Nicht von Carl Schmitt, der hat es mir nur best├Ątigt, es ist Beobachtung – ja auch Selbstbeobachtung – und Lebenserfahrung.



„Ich hatte einen bl├Âden Traum“, meinte sie gerade eben, „eine ganze Tasche voller 1000-Euro-Scheine wurde mir geraubt“. „Nicht so schlimm“ meinte ich, „das war eh Falschgeld, 1000-Euro-Scheine gibt es nicht und das richtige Geld klauen sie dir schon mit der Gehaltsabrechnung.“


Montag 10. Mai 2021


Wenn die Demokratie leidet, wenn sie missbraucht wird, wenn an ihr manipuliert wird, kehrt die Gewalt zur├╝ck. Nur die Demokratie kann politische Auseinandersetzungen gewaltfrei halten. Es sind keine sch├Âne Aussichten f├╝r Deutschland.



Die spinnen doch wohl! Fast jeden Tag sind neue Richtlinien ├╝ber die Corona-Impfstoffe zu vernehmen. Mal sind nur f├╝r Alte geeignet, mal nur f├╝r Junge, morgen ist es genau umgekehrt. Wie lange wirksam, welcher Auffrischungsturnus – jeden Tag andere Infos. Und ich soll meine Kinder impfen lassen?



Ich g├Ânne den Franzosen ihr Gedenken an Napoleon, m├Âchte es ihnen nicht nehmen. F├╝r mich allerdings ist er einer der gr├Â├čten Arschl├Âcher der Weltgeschichte.



Zeitzeugen oder Augenzeugen sind immer unangenehme Zeitgenossen f├╝r Historiker, Soziologen oder allen, die sich eine Welt gem├Ą├č ihrer ├ťberzeugungen konstruieren. Wenn die Zeugen erst verstummt sind, dann konstruiert es sich ganz ungeniert.



Es ist immer interessant zu beobachten, wie Leute, wie diese Neubauer, ihre Behauptungen in einem moralischen Pathos vortragen und sich in Selbstgerechtigkeit ergehen, dass jede Gegenrede an ihnen abprallt. Mit denen diskutieren zu wollen, ist sinnlos, die kann man nur bek├Ąmpfen.


Sonntag 09. Mai 2021


Die Feiern im Osten zum „Tag der Befreiung“ wurde von vielen als Zwangsveranstaltung wargenommen, als ein weiteres Instrument der nun roten Unterdr├╝ckung. Das hei├čt, mit dem Begriff schon ist das Gef├╝hl der Unterdr├╝ckung verbunden. Im Westen wurde dieser Tag ja nicht gefeiert.
 
Ich erinnere mich an die viel gepriesene Rede von Weizecker, als der vom „Tag der Befreiung“ sprach. Da war ich schon im Westen und habe diese Rede h├Âchst unangenehm empfunden, als Anbiederung an meine Unterdr├╝cker, denen ich gerade entkommen war.
 
Die haben n├Ąmlich dieses wunderbare Wort „Befreiung“ zur Unterdr├╝ckung benutzt und die westdeutschen Intelektuellen haben nie begriffen, auch die Konservativen nicht, welch perfiden Wortspielen der Ossi ausgesetzt war. Deshalb werden, bis heute, Texte unterschiedlich empfunden.


Samstag 08. Mai 2021


Solange ich wenigstens einmal am Tag von irgendwo her ein Lachen h├Âre, werde ich die Hoffnung nicht verlieren.



Will ich an meinem Haus was ver├Ąndern, vielleicht eine Dachgaube anbringen, oder einen Balkon, dann gibts vielerorts strenge Vorschriften, damit das Stra├čen- oder Ortsbild nicht beeintr├Ąchtigt wird. Wenn Windr├Ąder ganze Landschaften verschandeln ist das nicht so wichtig.



In Zeiten allgemeiner Verunsicherung gewinnen Charakterk├Âpfe an Zuspruch. Die Menschen erhoffen sich von ihnen, dass diese eine eigene Idee haben und immun gegen├╝ber der Verunsicherung sind. Schlechte Zeiten f├╝r Leute wie Laschet oder Scholz.



Eine z├╝chtige adrett gekleidete Puppe steht Schaufenster, sie l├Ąchelt die Passanten einladend an, es ist der Boris Palmer, er lockt die Leute in den Sado-Maso-Folterkeller der Gr├╝nen. Er wird dazu benutzt, den Menschen etwas anderes vorzut├Ąuschen, als was sie dann bei den Gr├╝nen bekommen.


Freitag 07. Mai 2021


Sich mal versprechen, das passiert schnell und niemand ist davor gefeit. Bei der Annadingsbums Baerbock kommt das aber recht h├Ąufig vor und der Verdacht n├Ąhrt sich, dass dies nicht einfach Versprecher sind, sondern Defizite im Denken, welches von Oberfl├Ąchlichkeit bestimmt wird.


Donnerstag 06. Mai 2021


Wenn Heizkostenabrechnungen mit Klimaprognosen kollidieren, ist das etwa so, wenn Realit├Ąt auf Fiktion trifft.



Evolution funktioniert nur in Ungleichgewichten, darauf reagiert sie und schaffte neue. Das Prinzip der nat├╝rlichen Gleichgewichte ist nur in Momentaufnahmen zu erkennen und ist sowas wie ein Standfoto in einem Film.



Ich habe es immer f├╝r bedenklich gehalten, denn Freiheitsbegriff zu sehr an das Grundgesetz zu koppeln, wie es bei den Corona-Demos und den Querdenkern geschehen ist, die Freiheits-Kultur jenseits der Gesetze, in Jahrtausenden entwickelt und erk├Ąmpft, aber unbeachtet l├Ąsst.


Dienstag 04. Mai 2021


Ein Traum aus Kindertagen: In die Vergangenheit reisen und den Menschen erz├Ąhlen, wie die Welt wirklich ist. Was ist die Sehnsucht dieses Traumes? Mit exklusiven Wissen Macht und Bewunderung erlangen? Manche versuchen das, ganz real in der Gegenwart, ohne dass sie Wissen haben.



Das K├╝chenradio dudelte im Hintergrund, als Teil einer Ger├Ąuschkulisse, w├Ąhrend ich das Fr├╝hst├╝ck f├╝r die Kinder richtete. Doch pl├Âtzlich hatte es meine ganze Aufmerksamkeit: „Schneefallgrenze!“ Habe ich da eben was von Schneefallgrenze geh├Ârt? Es ist Mai! Schei├č Klimawandel.



Das Problem des Siegers, nach dem ein Kampf mit der Vernichtung des Gegners endete, ist, dass er sich eine neue Legitimation f├╝r seine Macht, oder f├╝r sein Dasein ├╝berhaupt, suchen muss.



Der Kuckuck wird auch als Brutparasit bezeichnet und ist damit in der Vogelwelt so was, wie es die Gr├╝nen in menschlichen Gesellschaften sind.


Montag 03. Mai 2021


Der Untergang des Landes begann, als der Politik die TV-Talkshows wichtiger wurden als das, was an den Stammtischen besprochen wird.



Sind die etablierten Parteien Schuld am gegenw├Ąrtigen Desaster? Nat├╝rlich sind sie es, aber nicht weniger sind es auch deren W├Ąhler.


Samstag 01. Mai 2021


Der ├ľko- und Klimaschutz-Zinnober wird erst vorbei sein, wenn die Menschen ├╝berzeugt sind, dass es ihr Recht ist in die Naturkreisl├Ąufe einzugreifen, ja, sogar ihre Pflicht, da nur so ein ├ťberleben m├Âglich ist.



Der letzte Absatz in einer Erz├Ąhlung ├Âffnet die Gedanken, gleich einer T├╝r in einen neuen noch unbeschriebenen Raum – oder er schlie├čt diese T├╝r. Heute sind Journalisten oft T├╝rschlie├čer, wollen den Leser in ihrem Raum festhalten.



Ich beginne Entschuldigungen zu schreiben, in die Zukunft hinein, an meine Nachkommen, falls die sich irgendwann sp├Ąter einmal fragen, was denn der Uropa in der Zeit gemacht hat, als die Freiheit in Deutschland den Bach runterging.



Auch ich war ein Verfassungspatriot und bin es auch noch, habe aber immer diese Heiligsprechung unseres Grundgesetzes kritisch betrachtet. Freiheit und Demokratie haben nicht ihren Ursprung dort, sondern in den Idealen der Aufkl├Ąrung.



Der letzte Tropfen, der das Fass zum ├╝berlaufen gebracht hat, genie├čt gr├Â├čte Aufmerksamkeit. Dann wird so getan, als ob die nun entstandene Emp├Ârung, ganz auf ihn zur├╝ckzuf├╝hren sei. Von all den Ereignissen, die im Fass aufgefangen wurden, die es langsam f├╝llten, wurde zwar hin und wieder berichtet, doch nie richtig wichtig genommen.










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