31. August 2017
Schnipsel im August'17
von
Quentin Quencher
Manchmal, wenn es mir gestatte, kehrt sehr bruchstückhaft die Erinnerung zurück: an meine Schulzeit von 1966 bis 1976. Heute wieder, ich muss an den Geschichtslehrer denken, und wenn ich mich recht entsinne, hat der später auch Staatsbürgerkunde gegeben: Frontal, wie damals üblich. Doch ganz ohne Grund kommt mir dieser Schwätzer nicht in den Sinn, immer sind es aktuelle Anlässe die Verdrängtes wieder sicht- und fühlbar machen. Es ist Wahlkampf und der Lehrer sind nun die öffentlich rechtlichen Medien, sie machen auf Staatsbürgerkunde. Aber nicht so wie es heute sein sollte, von einem pluralistischen Geist getragen, sondern in der gleichen Gut-Böse-Unterscheidung wie mein alter Stabi-Lehrer.
27. August 2017
Die Rückkehr des Patriotismus
von
Quentin Quencher
Wenn sich etwas in der Gesellschaft verändert, ist das immer auch an den verwendeten Wörtern zu erkennen. Manchmal ist es umgekehrt, dann sollen Wörter die Gesellschaft verändern. Mit einer gegenderten Sprache beispielsweise, überhaupt, allen Formen des politisch korrekten Sprechens, etwas was Bewusstsein schaffen oder es verändern soll. Manipulative Sprachübungen sind das, könnte man sagen. Dennoch sollten wir nicht dem Trugschluss unterliegen, und bei jedem der diese neuen Sprachübungen verwendet, ein verändertes Bewusstsein vermuten. Oft ist es nur Anpassung an den Zeitgeist oder Opportunismus, verbunden mit der Absicht, sich nicht durch die eigene Sprache bloß zu stellen. Die Sprache ist dann Tarnung.
Genau daran musste ich denken, als ich zwei Zitate von prominenten Grünen las. Özdemir unterstellte
Genau daran musste ich denken, als ich zwei Zitate von prominenten Grünen las. Özdemir unterstellte
1. August 2017
Schnipsel im Juli'17
von
Quentin Quencher
Diejenigen die sich die schönen Welten am Horizont, oder gar noch dahinter, in den schillerndsten Farben ausmalen, merken oft nicht, dass sie mit beiden Beinen kniehoch in der Scheiße stehen. Die Nähe, das was jetzt und hier ist, interessiert sie nicht, nur Imagination in die Ferne zählt.
Was gut für Deutschland ist, oder gar für die Menschheit, weiß ich eigentlich nicht. Ein paar Gewissheiten habe ich zwar, einige Erklärungen, doch die stehen schon oft genug im Widerstreit mit dem, von dem ich glaube, das gut für mich ist. Dies herauszufinden ist schon schwierig genug.
Was gut für Deutschland ist, oder gar für die Menschheit, weiß ich eigentlich nicht. Ein paar Gewissheiten habe ich zwar, einige Erklärungen, doch die stehen schon oft genug im Widerstreit mit dem, von dem ich glaube, das gut für mich ist. Dies herauszufinden ist schon schwierig genug.
2. Juli 2017
Europa ist kein Volk und wird nie ein Volk sein!
von
Quentin Quencher
meint Heinz Bude, Professor der Soziologie an der Universität Kassel, in einem Vortrag am 27.04.2017 im ZKM (Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe).
30. Juni 2017
Schnipsel im Juni'17
von
Quentin Quencher
Wenn »Ehe für Alle« nur die Ehe betreffen würde, es wäre mir egal. Doch es geht um eine Neukonstruktion des Begriffs »Familie«, die dann der beliebigen Interpretation preisgegeben wird, sowie dem Zugriff der jeweilig Regierenden.
Ehe für alle ist ein Angriff auf die Institution Familie, sie wird zur reinen Versorgungsgemeinschaft herabgestuft. Verwurzelung, Identität, Tradition, alles nur noch Deko.
Nachrichtensprecher hatten früher so was wie ein Pokergesicht, es war nicht zu erahnen, was sie über die verkündeten Nachrichten dachten. Heute liefert deren Mimik bereits den Kommentar und eine Erklärung wie wir die Nachricht bewerten sollen. Von der Betonung ihrer Worte ganz zu schweigen.
Ehe für alle ist ein Angriff auf die Institution Familie, sie wird zur reinen Versorgungsgemeinschaft herabgestuft. Verwurzelung, Identität, Tradition, alles nur noch Deko.
Nachrichtensprecher hatten früher so was wie ein Pokergesicht, es war nicht zu erahnen, was sie über die verkündeten Nachrichten dachten. Heute liefert deren Mimik bereits den Kommentar und eine Erklärung wie wir die Nachricht bewerten sollen. Von der Betonung ihrer Worte ganz zu schweigen.