Wir kennen heute viele Berichte, sogar aus der jüngeren Vergangenheit, die davon erzählen dass Menschen Prophezeiungen geglaubt haben und diese für unvermeidbar hielten. Alles Handeln wurde diesen Prophezeiungen untergeordnet, die Gegenwart verliert an Bedeutung. Ganz bekannt sind in diesem Zusammenhang auch Extreme die bis zu Selbsttötungen gingen, vor allem in von apokalyptischen Vorstellungen geprägten Sekten. Meist sind dies einzelne Gruppen, die sich aber von der übrigen Gesellschaft ausgrenzen und diese nicht wesentlich beeinflussen. Ganze Völker oder Kulturen tun dies eher selten, doch es kommt vor; und wenn, dann ist meist, wie in der biblischen Apokalypse, damit eine Heilsversprechen verbunden. Die Nazis versprachen dem deutschen Volk eine glorreiche Zukunft, genauso wie Kommunisten oder Maoisten. Nirgends wurde die Versprechungen eingelöst. Es endete überall in der Selbstzerstörung der Gesellschaft, bis hin zur physischen Vernichtung nicht nur der angenommen Feinde. Ein sehr anschauliches Beispiel wie diese Mechanismen ablaufen stammt aus Afrika. Ein südafrikanischer Viehzüchterstamm löschte sich beinahe selbst aus. Wie konnte das passieren?
22. November 2012
20. November 2012
Kleines Rätsel:
von
Quentin Quencher
Wer hat das gesagt? Die Auflösung gibt es hier: Windpark-Projekt der Südweststrom geplatzt
Nachtrag vom 10.01.2013:
Die oben verlinkte Seite ist nicht mehr online. Bei dem Gesuchten handelt es sich um Boris Palmer, grüner Oberbürgermeister von Tübingen. Das Tagblatt berichtete:
„Offshore-Windenergie wird heute anders eingeschätzt, als vor drei Jahren, damals wollten wir mit dabei sein, bevor die Großen diesen Erzeugungsmarkt allein unter sich aufteilen. Heute sieht man, die Projekte sind technisch sehr viel schwieriger als gedacht, sie sind auch wirtschaftlich wesentlich kritischer als erhofft.“
Nachtrag vom 10.01.2013:
Die oben verlinkte Seite ist nicht mehr online. Bei dem Gesuchten handelt es sich um Boris Palmer, grüner Oberbürgermeister von Tübingen. Das Tagblatt berichtete:
Bei den ersten Rückschlägen in der Nordsee waren die Südweststromer noch zuversichtlich, dass Bard die Probleme in den Griff bekommen würde. Aber dieser Glaube wurde immer mehr erschüttert – bis der Aufsichtsrat mit dem Tübinger OB Boris Palmer an der Spitze Anfang November zum Rückzug blies – mit der enttäuschenden Feststellung: „Es ist nichts so eingetreten, wie man sich das anfangs gedacht hatte.“ Deshalb ist auch der Traum vom günstigen Grundlaststrom aus der Nordsee geplatzt: „Der ist nicht unter 30 Cent pro Kilowattstunde zu produzieren.“
18. November 2012
Wertkonservative, Biedermeier und die Spießbürger
von
Quentin Quencher
Die aktuelle Debatte wer den nun die besseren Konservativen sind - die Grünen oder die Schwarzen - führt völlig in die Irre. Es schreien die einen: „Wir sind die Wertkonservativen, ihr die Strukturkonservativen.“ Die anderen erwidern: „Alles Quatsch, Strukturkonservatismus gibts vielleicht noch bei den Gewerkschaften, doch nirgends sonst.“ Im Grunde braucht man auf diese Debatte gar nicht eingehen, weil es ein Streit ist der um einen inhaltslosen Begriff geführt wird. So richtig weiß eh keiner mehr, was »konservativ« im politischen Kontext bedeutet. Kaum eine der schlauen Definitionen dies sich finden lassen, beschreiben die Konservativen so wie sie sich heute darstellen, und wie sie von den Mitmenschen erlebt werden.
16. November 2012
Zwangsbewirtschaftungen und die Energiewende
von
Quentin Quencher
Aus der Kriegswirtschaft zur Zeit des Ersten und Zweiten Weltkrieges kennt man einige Verfahren, die zur Herstellung von Gütern oder Rohstoffen verwendet wurden, weil auf Grund der besonderen Situation im Krieg nicht genügend für alle vorhanden war. Man versuchte Ersatz, Substitute, zu schaffen. Und wo das nicht ging, musste man eben verzichten, vor allem im zivilen Leben; die Bedürfnisse des militärischen Sektors hatte Vorrang. Ressourcen wurden alloziert, zugewiesen, verteilt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Ressourcenallokation, die nicht nur in Zeiten der Krise oder des Krieges notwendig ist, sondern allgegenwärtig.⁽¹⁾
Im Normalfall sorgen Marktmechanismen für die Verteilung. Eine Ressourcenproblematik entsteht erst durch politische oder militärische Konflikte, da unter diesen Umständen davon ausgegangen wird, dass die Marktwirtschaft versagt. Konflikte oder Krisen erzeugen Knappheiten, die im Zuge der Knappheitsbewältigung wieder neue Konflikte hervorrufen. In einem Tagungsbericht vom 49. Historikertag in Mainz heißt es dazu:⁽²⁾
Im Normalfall sorgen Marktmechanismen für die Verteilung. Eine Ressourcenproblematik entsteht erst durch politische oder militärische Konflikte, da unter diesen Umständen davon ausgegangen wird, dass die Marktwirtschaft versagt. Konflikte oder Krisen erzeugen Knappheiten, die im Zuge der Knappheitsbewältigung wieder neue Konflikte hervorrufen. In einem Tagungsbericht vom 49. Historikertag in Mainz heißt es dazu:⁽²⁾
In der Folge lassen ihre Lösungsversuche wiederum neue Konfliktfelder entstehen, und zwar sowohl dort, wo sie (scheinbar) erfolgreich waren als auch dort, wo das Versprechen einer Aufhebung der Ressourcenproblematik uneingelöst blieb.
12. November 2012
Enquete vor dem Scheitern?
von
Quentin Quencher
Auf der 25. Sitzung der Enquete-Kommission »Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität« soll das noch ausstehende Kapitel 7 des Abschlussberichtes der Projektgruppe 3 (Wachstum, Ressourcenverbrauch und technischer Fortschritt – Möglichkeiten und Grenzen der Entkopplung) beraten werden. Die Tagesordnung dazu wurde veröffentlicht (pdf | 41,3 KB):Die Kommissionsdrucksache 17(26)83 ist bis jetzt (12.Nov.2012) noch nicht veröffentlicht. Doch offensichtlich scheint es größere Schwierigkeiten zu geben.
Mitteilung 1 Beratung des zweiten Berichtsbeitrages der Projektgruppe 3 (Kapitel 7)hierzu: Kommissionsdrucksache 17(26)83 (wird verteilt)
Die 25. Sitzung der Enquete-Kommission Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität findet statt am:
Montag, dem 19.11.2012, 13:15 Uhr
Sitzungssaal: E 700
Sitzungsort: Paul-Löbe-Haus
-öffentlich-
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