Beim SWR gibt es auch gute Moderatoren für Informationssendungen, Wolfgang Heim und Gábor Paál beispielsweise, Stefan Siller gehört aber nicht dazu, und jedesmal wenn ich seine durchaus sympathische Stimme im Radio höre, wechsle ich den Sender. Schon seit langem geht mir Siller mit seiner moralisierenden, ganz dem grünen Zeitgeist angepassten, Attitüde auf den Wecker. Für Musiksendungen mag er ja noch ganz brauchbar sein, aber, zumindest zu Hause, höre ich keine Musik in Radio, sondern hauptsächlich bei Digitally Imported oder SKY.fm. Lokales Radio brauche ich nur um Kommentare oder Infosendungen anzuhören, oder wegen Staumeldungen wenn ich unterwegs bin. Und für Infos und Kommentare gibts Podkast, den für SWR1 Leute habe ich abonniert, kann mir also in Ruhe anhören was gesprochen wurde, zu einer Zeit wenn es am besten passt. Wenn dann Stefan Siller als Moderator genannt wird, kann ich mir die Zeit meist sparen, es sei denn das Thema ist zu interessant für mich um es zu ignorieren.
Aus diesem Grund, interessantes Thema, habe ich mir die Sendung
1. März 2014
27. Februar 2014
Die Polizeikultur des Herrn Özdemir
von
Quentin Quencher
Als im August letzten Jahres der Abschlussbericht des NSU-Untersuchungsausschuss vorgestellt wurde, kurz danach auch im Bundestag besprochen wurde, befand sich die Politik schon im Wahlkampfmodus. Entsprechend vorsichtig sollte man heute die entsprechenden damaligen Äußerungen und Kommentare lesen. Nun, nach über einem halben Jahr, hat sich das Bundeskabinett diesen Abschlussbericht nochmals vorgenommen, um zu klären, welche Erkenntnisse in Forderungen an die Sicherheitsbehörden einfließen können. Die Stellungnahmen haben sich allerdings nicht grundlegend geändert. Kurz: Viel ist schief gelaufen, sowohl auf organisatorischer Ebene, als auch bei der Bewertung von Hinweisen. Wenn man dies als Skandal bezeichnet, schießt man sicherlich übers Ziel. Eine Tragödie ist es auf jeden Fall, wenn man bedenkt, dass bei besserem Informationsaustausch zwischen den Beteiligten (Länder- und Bundesbehörden untereinander) vielleicht der eine oder andere Mord hätte verhindert werden können.
24. Februar 2014
Fundstück: Islamistische Toleranz
von
Quentin Quencher
derStandard.at meldet heute:
In Marokko soll laut Gesetzesentwurf jeder bestraft werden, der die Normalisierung mit Israel begünstigt.
[...]
Die regierende Islamisten-Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (PJD) hat zusammen mit der historischen Unabhängigkeitspartei Istiqlal sowie den Sozialdemokraten (USFP) und Postkommunisten (PPS) einen Gesetzesentwurf ausgearbeitet, wonach jeder bestraft werden soll, der die Normalisierung mit Israel begünstigt: mit zwei bis fünf Jahren Haft sowie Geldstrafen bis zu umgerechnet 10.000 Euro. Außerdem sollen den Schuldigen die staatliche Rente sowie ein Teil der Bürgerrechte aberkannt werden. Das Guthaben von Unternehmen oder Organisationen will man beschlagnahmen. Bestraft werden sollen wirtschaftliche Beziehungen ebenso wie sportlicher und kultureller Austausch oder eben Einladungen von Israelis zu Veranstaltungen wie der Biennale.
23. Februar 2014
Außer Spesen nichts gewesen
von
Quentin Quencher
USA, China, Russland, Indien, Japan, das Bundesumweltministerium entwickelt eine rege Reisediplomatie. Aber was haben die denn anzubieten außer die völlig missglückte deutsche Energiewende. Mit derartig blöden Sprüchen wie die der Staatssekretärin Schwarzelühr-Sutter wird man ganz bestimmt in Japan Eindruck schinden:Die Katastrophe in Japan, man kann das nicht oft genug wiederholen, war nicht, dass das immer genannte Kernkraftwerk havariert ist, sondern ein gigantischer Tsunami. Was natürlich Politiker und Medien nicht daran hindert, Meldungen so zu lancieren, die einen gegenteiligen Eindruck vermitteln sollen.
"Wir wollen Japan unterstützen, die mit der Fukushima-Katastrophe verbundenen Probleme zu bewältigen. Gemeinsam können wir viel lernen und Chancen effektiv nutzen, denn wir sind überzeugt, dass nur eine nachhaltige Energieversorgung langfristig einen hohen Lebensstandard und eine intakte Umwelt gewährleisten kann."
22. Februar 2014
Europa im Umbruch
von
Quentin Quencher
Einerseits erinnert mich Kiew momentan an Leipzig zur Wendezeit, und stimmt mich froh und erwartungsvoll. Andererseits ist die Situation überhaupt nicht zu vergleichen. Die EU muss dringend ihre Aussenpolitik überdenken und ihr Verhältnis zu Russland klären. Doch was bedeutet dies alles für Deutschland? Was ist mit der Westintegration, die ja eigentlich eine Folge des kalten Krieges war. Kann Deutschland weiterhin diese Position einnehmen, oder sollte es nicht besser als Brücke zwischen Ost- und Westeuropa dienen, genauso wie zwischen Süd- und Nordeuropa?