13. August 2022

Notizen im August 2022

Will ich verstehen, zu welch einer Persönlichkeit sich meine Kids entwickeln, dann muss ich sie nur erzählen lassen aber keinesfalls nachfragen. Einfach erzählen lassen und dann in einer ruhigen Stunde darüber nachdenken. Aber das setzt natürlich voraus, dass sie mir vertrauen. Das ist nicht bei allen Themen möglich, und so weiß ich, selbst als Vater, ich werde immer nur Teile der Persönlichkeit erkennen.

„Solidarität“, das Wort ist verdorben, ist nun ungenießbar geworden. Wenn ich es höre, spüre ich die Übergriffigkeit, mit dem es heute in Verbindung steht. Ich benutze es kaum noch.

Personen wirken manchmal wie Standarten, sie stehen für eine Idee, eine Überzeugung oder eine Identität. Für die Corona-Hosenscheißer ist der Lauterbach so eine Standarte, sie können nicht auf ihn verzichten, aus Angst, ihre Anhänger könnten sich im Chaos der Argumente verlaufen.

Ich hatte auch Covid, nehme ich zumindest mal an. Für mich hat es sich wie eine leichte Grippe angefühlt, also habe ich auch keine Notwendigkeit gesehen, der Sache nachzugehen und habe nicht mal einen Schnelltest deswegen gemacht, trank Tee statt Kaffee und nach ein paar Tagen war wieder alles okay
 
Hypochonder reagieren da wohl anders und manchmal denke ich, dass die ganze Covid-Panik hauptsächlich eine weit verbreitete Angststörung ist, wie beispielsweise die Angst vorm Klimawandel. Haben wir mal einen schönen Sommer, denken diese Hypochonder an den Untergang.

Idealisten ohne Scheuklappen gibt es nicht. Immer ist ihr Blick selektiv.

Ich will die Grünen nicht als dumm bezeichnen, nein, ich denke, das trifft nicht zu, dumm sind sie nicht. Aber warum machen sie dann immer so dummes Zeugs?, frage ich mich dann. Sind sie vielleicht krank, geistig krank? Brutale Frage, aber sie stellt sich automatisch.

Gestern betrachtete ich wieder mal viele Gesichter, deren Mimik natürlich auch, und bekam eine Ahnung davon, wie das Leben dort Spuren hinterlässt. Vielleicht machen deshalb junge Gesichter so hoffnungsvoll, weil da das Leben noch keine Spuren hineingezeichnet hat. Aber wer die Mimik dieser jungen Gesichter zu deuten weiß, kann erahnen, welche Spuren sich eingraben werden.

Manchmal weiß ich nicht, ob meine Kinder meine Hilfe oder Abstand von mir benötigen. Dies jeweils falsch gedeutet, würde heißen, ich bedränge sie oder ich lasse sie allein. Selbst wenn ich diese Mechanismen begreife, ist es schwer, die jeweils richtige Entscheidung zu treffen.

„Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“, so hieß es einst. Heute wieder, sie nennen es nur anders, bezeichnen sich als Vorreiter. Das gleiche Prinzip.

Keines meiner Kinder aus zwei Ehen wurde je in eine Kinderkrippe gegeben, bis heute betrachte ich diese Einrichtungen als Kindesmisshandlung. Das natürlich ohne jeden Vorwurf an die oft idealistischen Menschen dort, die glauben und überzeugt sind, mit ihrer Arbeit Gutes zu tun.

Eine Tankstelle in Altensteig im Schwarzwald verweigerte mir die Zahlung mit Bargeld. Begründung: Coronaschutz. An der Tür hing ein Zettel, da stand es drauf, den hatte ich aber nicht gelesen. Die Verkäuferin an der Kasse klärte mich auf und verweigerte mein Bargeld. Glücklicherweise hatte ich nicht getankt, wollte nur ein paar Kleinigkeiten holen. Die haben jetzt einen Kunden weniger: mich.

Angsthasen, oder vulgär Hosenscheißer, lache ich in der Regel nicht aus, sondern versuche sie zu trösten oder Mut zu machen. Anders ist es mit den Corona-Hosenscheißern und den Klimaängstlichen, da kann ich diese Zurückhaltung nicht einhalten, die ernten nur noch Gelächter von mir.

Wenn wir uns in einem Zeitalter der Ängste befinden, wofür vieles spricht, dann wird es einen Prozess des Separierung geben. Schlechte Zeiten für Universalisten. Vielleicht das einzig positive an den Ängsten.

Friedrich Merz steht sinnbildlich für das Problem der CDU: Opportunismus! Ob dem Zeitgeist gegenüber, irgendwelchen EU-Machtstrukturen oder den Medien, es ist gleichgültig und macht durch diese Beliebigkeit ihren Charakter nur noch deutlicher.

Menschen ändern sich, aber bewusst nur solche, die Selbstreflexion beherrschen. Alle anderen werden verändert.

Monarchien verlieren ihren Schrecken, wenn man sieht, welche Typen in Republiken oder Demokratien an die Macht kommen. Am Selektionsprozess, wer sich wann und wo durchsetzen kann, muss was faul sein.

Ein Wort, aus dem die Anmaßung nur so trieft: Zukunftswissen!

Psychisch gesunde Länder haben keine großen Probleme damit, sich zu korrigieren, wenn sie merken: wir haben uns verrannt. Sie haben als Rückzugsort, und gleichzeitig als Ausgangsort für neue Lösungen, noch das Sinnbild ihrer Nation.
 
Doch Deutschland hat dieses Sinnbild nicht mehr, es scheint psychisch krank, es betet irgendwelche universalistischen Ideale an, um ja nicht den Rückzugs- und Besinnungsort Nation betreten zu müssen.


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