31. Dezember 2020

Notizen im Dezember 2020

Kinderschreckfiguren (Butzemann, fremder oder schwarzer Mann, böser Wolf) dienten einst dazu, Kinder einzuschüchtern und gehorsam zu machen. Erwachsenenschreckfiguren (Corona, Klimawandel) dienen dem gleichen Zweck.

Kinder wie Erwachsene nehmen allerdings (meist) diese Schreckfiguren nicht so richtig Ernst, Angst haben sie mehr vor den Maßnahmen der Disziplinierung und Einschüchterung, vor der Macht über ihnen, die sie strafen darf und bei Nichtgehorsam auch tut.

Nicht die Angst vor der Schreckfigur als solcher, egal ob es sich um Klimawandel, Corona oder Butzemann handelt, bringt die Menschen dazu ihr Verhalten zu verändern, sondern die Angst vor der Disziplinierung.


Was wünschst du dir für dich und deine Familie, wenn du an die Zukunft denkst? Einen großen Garten und ein Gewehr!


Meine Erwartungen an Politiker sind bescheiden geworden. Während ich früher hoffte die mit den besten Ideen, würden gewählt, wünsche ich mir heute, dass es derjenige Politiker an die Spitze schafft, der am wenigsten Schaden anrichtet.


Würde Weihnachten nicht in etwa mit der Wintersonnenwende zusammenfallen, hätte es nie die Bedeutung bekommen können, die es vor allem in den nördlichen Ländern hat. Die kulturelle Aneignung der nordischen Naturspiritualität durch das Christentum war sehr erfolgreich. Manchmal möchte ich nur noch schlafen, süße Träume haben, und erst aufwachen, wenn die Welt wieder normal geworden ist. Doch schnell ist mir klar, mein trügerischer Tagtraum ist einer von einer normalen Welt. Was ist, so verstörend es auch auf mich wirkt, ist die Normalität.


Irgendwann wird Corona vorbei sein, wie andere frühere Grippeepidemien auch. Diejenigen, die uns mit Lockdown und anderen Drangsalierungen quälen, werden dann meinen, wegen ihnen ist die Gefahr vorbei, wie der Hahn, der meint, wegen seines Krähens wäre die Sonne aufgegangen.


Habe mir heute Mittag meinen 8-Wochen-Bart abrasiert und keiner der Töchter, meiner Frau auch nicht, ist das aufgefallen. Die sollen mir nur noch einmal was vorwerfen, wenn ich nicht bemerke, wenn sie neue Schuhe anhaben oder etwas an der Frisur gemacht haben.


Diese Tage der Corona-Beschränkungen und -Verbote machen mal wieder deutlich, dass nichts zu tun, Mut von den Entscheidern fordert. Es widerspricht ihrem Selbstbild als Manager, also verfallen sie in den Drang, irgendwas zu unternehmen, meist Verbote auszusprechen.


Ich war in Nacht mit dem Auto unterwegs, fuhr durch einige Ortschaften. Es sieht so traurig aus, im Vergleich zu früheren Jahren. Wenig Dekoration in den Vorgärten, Fenstern, Straßen. Wenige Lichter nur. Weihnachten wurde geraubt, es ist so traurig anzusehen.


Liberale werden dringend gebraucht, wenn, nach der Katastrophe, der Gesellschaft eine neue Ordnung gegeben werden muss. Wie nach dem Krieg, wie 1918 oder 1945. Später dann, wenn in dieser Gesellschaft das übliche politische Tagesgeschäft im Streit um Sachzwänge oder Ideologien wieder in den Vordergrund getreten ist, wirkt der Liberalismus nur noch als moralische Ermahnung und verliert, eingezwängt zwischen Sachzwängen, genauso wie zwischen Ideologien, an Bedeutung. Bis zum nächsten Zusammenbruch, dann wenn wieder alles neu geordnet werden muss, dann greift man, sofern die Ideologien sich als Katastrophenbringer erwiesen haben, auf ihn zurück.


Mir ist meine individuelle Freiheit am wichtigsten, danach erst kommt die Idee der Demokratie, die es nie im Idealzustand gibt, die immer mit Macht zusammenhängt und entsprechend schnell korrumpiert ist. Wenn die Demokratie die Freiheit nicht mehr schützt, ist sie keine mehr.


Das Wort „Leugner“ sagt in der Regel mehr über den aus, der es benutzt, als über den, der so bezeichnet wird.


Aus der Küche dringt süßer Duft von frischen Plätzchen, laute Musik dazu und der Gesang meiner Frau. Gerne wäre sie einkaufen gegangen, doch da das eben nicht geht, macht sie sich und mir wie den Kindern eben eine andere Freude. Ich beneide sie um ihre Abwehrkräfte gegen Depressionen.


Unter Ideologen ist der Pragmatiker immer der, der das Fenster zur Wirklichkeit öffnet.


Der Mathe-Lehrer einer meiner Töchter (10. Klasse, Technisches Gymnasium) meinte im Unterricht, dass es eine Riesendummheit gewesen wäre, die deutschen Kernkraftwerke abzuschalten. Schön, dass es solche mutigen Lehrer noch gibt.


Digitalisierung der Schulen schön und gut, aber hier liegt nicht das Problem, warum das deutsche Bildungssystem immer schlechter wird, sondern weil Erziehung wichtiger als Bildung geworden ist.


Nebel umschließt das Haus, alles wird unwirklich, traumhaft. Alles das was sonst so deutlich erschien, wird nun durch Imagenationen ersetzt. In Momenten wie die diesen und nur dann, wenn es so ist wie jetzt, vermisse ich die Sonne nicht, lasse meine Träume in den Nebel fließen.


Meinen politischen Gegnern, den Linken und den Grünen, kann ich mit Respekt begegnen, doch denen die mich verraten haben, den sogenannten Liberalen und Christdemokraten, kann ich nur noch mit Verachtung begegnen. Respekt habe ich für die nicht mehr übrig. Den Gegner kann ich achten, den Verräter nicht.


2021 sind jede Menge wichtige Wahlen im Land. Manchmal möchte ich ein Mäuschen sein und hinter den Kulissen beobachten, welche Intrigen und Hinterhältigkeiten nun ablaufen, bevor das große Schaulaufen losgeht.








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